Während die Liste der mit der chinesischen Milch verunreinigten Produkte reicht, würden wir herausfinden, wo wir essen. Aber in Bezug auf die geografische Herkunft von Lebensmitteln und Zutaten ist dies die vollständigste Unschärfe... Übersicht, um klarer zu sehen.

Hat der Verbraucher die Möglichkeit, die geografische Herkunft seiner Lebensmittel zu erfahren? Heute ist klar, dass es völlig unmöglich ist. Kennzeichnungsvorschriften geben uns keinen Zugang zu diesen wesentlichen Informationen.

Der chinesische Skandal um gefälschte Milch

Chinesische Milchverfälschung hat einen Skandal ausgelöst und stürzt die ganze Welt in eine Psychose über die Kontamination von Lebensmitteln mit Melamin. Die Länder haben Angst vor dem Vorhandensein von Lebensmitteln, die diese giftige Verbindung enthalten, in ihrem Hoheitsgebiet. Denn in Asien wurde es in Keksen, Schokolade, Bonbons usw. einige davon wurden auch in Europa vertrieben. In Frankreich lässt uns jedoch nichts auf den Etiketten erkennen, ob eine Zutat aus einem bestimmten Land stammt.

Wenige Pflichtangaben auf dem Etikett

Hüten Sie sich vor irreführenden geographischen Ursprüngen...

1. Das Herkunftsland, beispielsweise "F" für Frankreich. 2. Die Nummer der Ursprungsabteilung für französische Produkte. 3. Bei französischen Produkten gibt die INSEE-Nummer Auskunft über die Stadt. 4. Bei französischen Produkten die Betriebsnummer. 5. Das Akronym der Europäischen Union.

Aber Vorsicht, diese Angabe ist nicht unbedingt der Ursprung der Produktion, sondern lediglich das Land oder die Region der Verpackung und Verarbeitung. Daher kann anhand des Veterinärstempels nicht festgestellt werden, woher das Produkt tatsächlich stammt. Dies umso mehr, als einige Hersteller Fabriken in Frankreich eröffnen, die ausschließlich für die Verarbeitung von Produkten aus anderen Ländern bestimmt sind... die einen schönen Herkunftsstempel F tragen werden.

Lassen Sie sich nicht von den Bezeichnungen täuschen!

Auch bei einer geschützten geografischen Angabe (g.g.A.) kann man sich der Herkunft der Zutaten nie sicher sein! Der Fall von Rillettes aus Le Mans oder Rillettes aus der Sarthe ist beredt. Diese Rillettes zur Erfüllung der ggA (geschützte geografische Angabe) müssen tatsächlich im Departement Sarthe hergestellt oder verpackt werden (72). Aber das Schweinefleisch kann auch aus anderen Regionen kommen: Bretagne, Normandie, Auvergne, Aquitanien... Diese Rillettes aus Le Mans können sogar mit Tieren aus der Region Midi-Pyrénées zubereitet werden! Es ist besser, sich auf eine AOC (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) oder ihr europäisches Äquivalent AOP (geschützte Ursprungsbezeichnung) zu beziehen. In diesem Fall garantiert das Label, dass die Herstellung, aber auch die Herkunft der Rohstoffe auf eine bestimmte Region beschränkt ist.

Der mysteriöse Ursprung der Fertiggerichte

Noch komplexer ist die Herkunft von Lebensmitteln auf Fertiggerichten und verarbeiteten Lebensmitteln: Sie können mit Zutaten aus der ganzen Welt hergestellt werden. Oft entscheidet der Preis der Lebensmittel, wer den Markt gewinnt und mündet daher in die Zusammensetzung des Endprodukts... Die Herkunft des Produkts ist daher nicht bekannt, aber in einigen Fällen hängt die Zusammensetzung selbst von Wirtschaftsdaten ab. So kann sich hinter dem Begriff "Pflanzenöl" Sojaöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl verstecken... Auch hier ist es das derzeit billigste Fett, das die meisten Chancen hat, in der endgültigen Zusammensetzung gefunden zu werden, ohne dass es der Verbraucher ist informiert werden können!

Kennzeichnung von der WTO erneut getestet?

Reichen die wiederholten Gesundheitsskandale (Rinderwahn, Milchverfälschung...) nicht aus, um die Bedeutung der Kennzeichnung der Herkunft der Zutaten (zumindest der wichtigsten) zu unterstreichen? Im Codex Alimentarius Committee (einem internationalen Gremium, das Vorschläge zum Lebensmittelrecht erlässt) werden derzeit Diskussionen über die Kennzeichnung von Lebensmitteln geführt. Einige Länder glauben jedoch, dass die genaue Herkunft von Lebensmitteln dem Verbraucher keinen Nutzen bringen würde und eine schwere Belastung darstellen würde, die für die Hersteller unpraktisch wäre. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) hat sich gegen diesen Hinweis mit der Begründung ausgesprochen, eine zu restriktive Kennzeichnung sei ein Hindernis für den internationalen Handel ohne legitime Begründung. Verbraucherinformation gegen die Liberalisierung des internationalen Handels?

Wie lassen sich diese beiden Imperative in Einklang bringen? Kommen Sie und geben Sie Ihre Meinung in unseren Foren ab !