Haben die Franzosen Junk Food aufgegeben? Nicht wirklich, so die neueste Umfrage zum Essverhalten in Frankreich. Natürlich scheinen wir dem Inhalt unseres Tellers etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. aber Übergewicht und Fettleibigkeit nehmen weiter zu! Ein kurzer Überblick über unsere Gewohnheiten und kulinarischen Tricks.

Wenn das Health Watch Institute (Invs) beschließt, sich mit den Essgewohnheiten der Franzosen zu befassen, macht es keine halben Sachen: Mehr als 3.000 Menschen wurden zu ihren Gewohnheiten bei Tisch, aber auch zwischen den Mahlzeiten befragt. Und die Ergebnisse sind oft überraschend.

Mode ändert sich

Nous mangeons encore trop mal !

Die letzte Studie der Invs über die Essgewohnheiten der Franzosen stammt aus dem Jahr 1996. Und es ist klar, dass sich das Verhalten geändert hat. Heute wird viel mehr Wert auf gesunde Ernährung gelegt. So verwenden doppelt so viele Olivenöl, um beispielsweise Dressings herzustellen. Dieses Fett wird insbesondere auch zum Kochen gegenüber Butter bevorzugt. Dreimal mehr Menschen geben auch an, in den letzten 15 Tagen Bio-Produkte konsumiert zu haben. Gleichzeitig ist der Verzehr von Fertiggerichten zurückgegangen. Generell geben drei Viertel der Befragten an, dass sie bei der Zusammenstellung ihrer Speisekarten von der Gesundheit beeinflusst werden. Wir beobachten auch eine Zunahme der Personen, die zum Befragungszeitpunkt eine Diät einhalten (6,7% der Befragten), hauptsächlich Frauen. Diesen guten Gewohnheiten steht jedoch ein Gewichtsproblem gegenüber: Fettleibigkeit, wenn sie bei Frauen stabil bleibt, nimmt bei Männern zu.

Was verbirgt dein Teller?

Die Forscher wollten wissen, was die Franzosen tatsächlich gegessen haben. Und das Ergebnis ist alles andere als brillant! In Bezug auf Obst und Gemüse geben nur 10 % der Franzosen an, am Vortag mindestens 5 gegessen zu haben. 9% geben an, es gar nicht gegessen zu haben. Andererseits haben 8 von 10 Personen Fleisch, Fisch oder Eier gegessen! Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass 20 % der Franzosen weniger als einmal pro Woche Fisch essen, wenn überhaupt! Lediglich Milchprodukte vertragen sich gut: 38 % der Befragten gaben an, am Vortag mindestens drei gegessen zu haben. Dieser Verbrauch nimmt jedoch mit zunehmendem Alter stark ab.

Nun bewegen Sie sich!

Die Invs-Umfrage ging über die strikte Tischordnung hinaus, um körperliche Aktivität zu untersuchen. Und auch hier stellen wir fest, dass die Franzosen echte Hausbesitzer sind! Allerdings geben 6% an, am Vortag Sport getrieben oder zu Fuß gegangen zu sein. Aber wir stellen fest, dass sie immer mehr sitzenden Aktivitäten widmen: Computer, Spielekonsole, Fernsehen. Frauen sind diejenigen, die sich am wenigsten körperlich betätigen. und seltsamerweise die am wenigsten sitzenden Aktivitäten! Was machen sie ? Die Umfrage sagt dies nicht, betont aber, dass die Fragebögen die Zeit, die für Hausarbeiten oder Kinder aufgewendet wurde, nicht berücksichtigten. und manchmal ist es Sport!

Das ideale Essen!

Von einer ausreichend abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung haben die Franzosen noch einen langen Weg vor sich. Laut Experten lauten die goldenen Regeln wie folgt:

  • Obst und Gemüse: mindestens 5 pro Tag
  • Brot, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte: zu jeder Mahlzeit, je nach Appetit
  • Fleisch, Fisch und Eier: 1 bis 2 mal täglich
  • Fett: Konsum begrenzen
  • Süße Produkte: Konsum begrenzen
  • Getränke: Wasser nach Belieben
  • Alkohol: nicht mehr als 3 Gläser Wein pro Tag für Männer und 2 für Frauen
  • Salz: Verbrauch begrenzen
  • Körperliche Aktivität: Mindestens eine halbe Stunde zügiges Gehen pro Tag.

Von diesem Idealverhalten sind die Franzosen weit entfernt!

Die 9 PNNS-Ziele

Um diese Gewohnheiten zu verbessern, hat die Regierung im Jahr 2001 das nationale Gesundheitsernährungsprogramm (PNNS) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Nahrungsmittelbilanz aller Franzosen in fünf Jahren zu verbessern.

Dieses ziemlich ehrgeizige Ziel basiert auf neun Prioritäten:

  • Erhöhen Sie den Verzehr von Obst und Gemüse
  • Erhöhen Sie die Kalziumaufnahme
  • Reduzieren Sie den Verbrauch von Lipiden (Fetten)
  • Erhöhen Sie den Konsum von Kohlenhydraten, indem Sie den von Einfachzuckern reduzieren
  • Reduzieren Sie den Alkoholkonsum
  • Reduzieren Sie den durchschnittlichen Cholesterinspiegel von Erwachsenen
  • Reduzieren Sie den Blutdruck bei Erwachsenen
  • Reduzierung neuer Fälle von Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Erhöhen Sie die körperliche Aktivität.

Der Ratgeber "Gesundheit kommt beim Essen" ist der Grundstein dieses umfangreichen Programms! Es ist im Buchhandel und bei Gesundheitsfachleuten erhältlich und enthält viele passende Ratschläge. Zögern Sie nicht, es zu bekommen!