Die moderne Medizin hat unschätzbare Fortschritte gebracht, aber ein Krankenhausaufenthalt birgt auch gewisse Risiken. 800.000 Patienten erkranken jährlich an nosokomialen Infektionen, von denen 20 bis 30 % vermeidbar sind. Um gegen diese Geißel der öffentlichen Gesundheit vorzugehen, ist die Prävention das Hauptelement des Kampfes.

Ausgangspunkt nosokomialer Infektionen sind meist versteckte Bakterien (94%), aber auch Pilze (6%) und seltener Viren oder Parasiten. Escherichia coli (23 % der Fälle), Staphylococcus aureus (Staphylococcus dor-20 %) und Pseudomonas aeruginosa (11 %) sind die häufigsten Keime. Einige dieser Infektionserreger sind aufgrund der erworbenen Antibiotikaresistenz schwer zu eliminieren. Dieses besonders akute Problem in Frankreich spricht für eine bessere Prävention.

Saubere Hände Bedienung!

Infections nosocomiales prévention

Denken Sie zunächst daran, dass es je nach Herkunft zwei Formen von nosokomialen Infektionen (NI) gibt:

  • nosokomiale Infektionen, Endogene bei denen sich der Patient mit eigenen Keimen ansteckt, nach einem invasiven Eingriff (Anlegen eines Katheters, eines Harnkatheters etc.) oder aufgrund von Fragilität insbesondere (immungeschwächter Patient...). Es ist äußerst schwierig, diese Infektionen zu bekämpfen, wie die National Academy of Medicine in einem Bericht vom 2. Antibiotika zur Prophylaxe beim Hautschnitt und während des Eingriffs
  • nosokomiale Infektionen, Exogene bei denen der Patient durch Keime anderer Personen (Pflegepersonal, anderer Patient, Besucher etc.) oder aus der Umgebung infiziert wird. Wir sprechen auch von Kreuzinfektionen. Wie der französische Krankenhausverband daran erinnert, bleibt die Anwendung der Hygienevorschriften das erste Mittel zur Bekämpfung dieser Art von Infektion: Händehygiene des Pflegepersonals, Tragen von Handschuhen, Asepsis der Ausrüstung, Umweltsicherheit (Wasser, Luft, Besuche...).

Aber diese einfachen Empfehlungen werden nicht immer befolgt. Daher wissen wir, dass beim Händewaschen hydroalkoholische Lösungen einer weniger wirksamen und weniger praktischen Seife vorgezogen werden sollten. Diese Empfehlung wurde im Dezember 2001 vom National Technical Committee for Nosocomial Infections bestätigt und vom Gesundheitsministerium als Indikator in das „Dashboard of Nosocomial Infections“ aufgenommen. Im April 2005 ergab die Umfrage der Zeitschrift Le Point, dass jedes zweite Krankenhaus weniger als 5 Milliliter hydroalkoholischer Lösungen pro Tag des Krankenhausaufenthalts verbrauchte (dh ein Viertel der vom Minister für 2008 festgelegten 20 ml).

Ein Kampf, der nicht von gestern stammt!

Aber machen Sie keinen Fehler. Seit 20 Jahren wird der Kampf gegen nosokomiale Infektionen dank einer ehrgeizigen Überwachungs- und Präventionspolitik vorangetrieben: Einrichtung regionaler Komitees und Schaffung des nationalen Komitees zur Bekämpfung nosokomialer Infektionen, Krankenhausakkreditierungsverfahren, Betriebshygiene, Entwicklung nationaler Überwachungsprogramme, Ausbildung von Gesundheitsfachkräften.

Das neue nationale Programm 2005-2008 wurde mit fünf Hauptrichtungen ins Leben gerufen:

  1. Strukturen anpassen und das System zur Bekämpfung nosokomialer Infektionen weiterentwickeln
  2. Verbesserung der Organisation der Pflege und der Praktiken der Fachkräfte
  3. Optimieren Sie die Sammlung und Nutzung von Überwachungsdaten und die Meldung von nosokomialen Infektionen
  4. Patienten besser informieren und über das Infektionsrisiko im Zusammenhang mit der Behandlung kommunizieren
  5. Förderung der Erforschung der Mechanismen, Auswirkungen, Prävention und Wahrnehmung nosokomialer Infektionen.

Dieser Plan stärkt die Information und Transparenz durch die Festlegung von Zielen, die bis 2008 erreicht werden sollen. Die größte Neuerung dieses neuen Kampfplans ist jedoch die Einführung eines Dashboards mit Indikatoren für die Qualität der Pflege in jeder Einrichtung.

Einrichten eines Dashboards

Eines der Ziele des Plans zur Bekämpfung nosokomialer Infektionen 2005-2008 besteht darin, "die Patienten besser zu informieren und über das mit der Behandlung verbundene Infektionsrisiko zu kommunizieren". Dazu beauftragte der Gesundheitsminister den Direktor des Institut de Veille Sanitaire (InVS) Anfang 2004 mit der Gestaltung eines Dashboards für nosokomiale Infektionen für Gesundheitseinrichtungen 0.

Ergebnis: Das Dashboard enthält fünf Indikatoren:

  1. Die Rate bestimmter postoperativer Zielinfektionen (ausgewählt nach chirurgischem Tätigkeitsbereich). Das Ergebnis wird in Bezug auf einen nationalen Referenzzinssatz ausgedrückt
  2. Die Rate an methicillinresistenten Staphylococcus aureus, ein gutes Spiegelbild der Hygienemaßnahmen und der Antibiotikaverschreibung, die ebenfalls in Bezug auf eine Referenzrate klassifiziert wird.
  3. Der Volumenverbrauch an hydroalkoholischen Lösungen (zur Händehygiene) bezogen auf 1000 Tage Krankenhausaufenthalt
  4. Maßnahmen der Gesundheitseinrichtung im Kampf gegen nosokomiale Infektionen.
  5. Der Verbrauch von Antibiotika im Zusammenhang mit 1000 Tagen Krankenhausaufenthalt.

Bei der Beurteilung der zur Prävention eingesetzten Mittel, Praktiken und Ergebnisse würde dieser neue Indikator es ermöglichen, die Wirkung der ergriffenen Maßnahmen zu messen, Vergleiche zwischen den Betrieben anzustellen und die Nutzer auf transparente Weise zu informieren. 2004 an rund dreißig Einrichtungen getestet, ist die Verallgemeinerung des Dashboards nach Angaben des Ministeriums seit 2005 in Gesundheitseinrichtungen im Gange.

Basierend auf präzisen Zielen sowie der Verallgemeinerung eines Dashboards pro Betrieb ist dieser Ansatz im Ausland, auch in Europa, nicht vergleichbar.