Vollbild und gleichzeitig so natürlich und weich wie möglich... Eltern suchen jeden Sommer nach der idealen Sonnencreme, um die empfindliche Haut ihres Babys zu schützen. Wenn die Sonne für unser Gleichgewicht und für die Vitamin-D-Synthese unerlässlich ist, stellt sie dennoch eine echte Bedrohung vor allem für die Kleinen dar. Ratschläge von Johanna Galinsky-Trokiner, Doktorin der Pharmazie und Alexia Leon, Apothekeninhaberin, um unsere Kinder bestmöglich zu schützen.

Babys Haut im Sommer zu schützen ist wichtig!

Es ist bekannt, dass die Haut von Babys extrem empfindlich ist. Und das aus gutem Grund enthält weniger Pigmentzellen als die Haut von Erwachsenen. Die Haut von Babys ist daher noch nicht ausgereift. Es wird geschätzt, dass 50 bis 80 % der Schäden UV- im Kindes- und Jugendalter auftreten. Mit anderen Worten, ein exzellenter Sonnenschutz von Kindesbeinen an verhindert einen Großteil der irreversiblen Schäden durch die Sonne wie Hautalterung, bestimmte Sonnenunverträglichkeiten oder Allergien und schwerwiegendere Krankheiten wie Hautkrebs.

Außerdem ist der Schweiß des Babys immer noch knapp, was es empfindlicher auf Temperaturschwankungen, Hitzschlag und Dehydration macht. Baby-Sonnencremes mit hohem Schutz werden daher ab der Geburt bis zum Alter von drei Jahren verwendet. Sie können dann auf sogenannte Kinder-Sonnencremes umsteigen. Diese Cremes haben einen viel umfassenderen Filter gegen die Sonnenstrahlen.

Baby-Sonnencreme: Wählen Sie den Index 50+.

Der Schutzindex (IP) oder Lichtschutzfaktor (SPF) gibt den Schutzgrad vor UV-Strahlen an. Es ist daher wichtig, sich darauf zu beziehen, um den für die Haut von Babys geeigneten Schutz auszuwählen.

Dieser Schutz wird durch einen Index repräsentiert, eine Zahl (20, 30, 40, 50 und 50+), die auf der Verpackung angezeigt wird. Je höher er ist, desto stärker ist der Sonnenschutz. Dieser Index gibt tatsächlich die durchschnittliche verbleibende Belichtungszeit an, bevor man einen Sonnenbrand bekommt.

Für ein Baby ist es besser, in eine Apotheke oder Drogerie zu gehen. Wählen Sie den maximalen Index, d. h. den 50+-Index.

Fragen Sie immer Ihren Apotheker um Rat, denn je nach Alter, Hautton und Hautbeschaffenheit des Babys fallen die Einkäufe unterschiedlich aus.

Lesen Sie das Etikett sorgfältig durch

Endokrine Disruptoren in Sonnenschutzmitteln für Kinder?

Glaubt man der Umfrage unter 60 Millionen Verbrauchern (Stand 22.06.2017), die Sonnenschutzmittel für Kinder und solche für Erwachsene getestet haben, schneiden Sonnenschutzmittel für Kinder „ weder besser noch schlechter als die anderen, sind aber teurer “. Die Untersuchung ergab jedoch, dass "Stoffe gefunden wurden, deren Vorhandensein in für Kinder bestimmten Produkten inakzeptabel ist ". Dies ist bei Sonnenfiltern der Fall, die als potenzielle endokrine Disruptoren oder solche, die wahrscheinlich Allergien gegen die Sonne verursachen, angegeben werden. Auch andere Inhaltsstoffe, wie beispielsweise bestimmte Duftstoffmoleküle, die ebenfalls potenziell allergieauslösend sind, sollten in diesen Produkten nicht vorkommen.

Bestimmte Stoffe wie chemische Filter, echte "endokrine Disruptoren", können langfristig zu Ungleichgewichten oder Fehlbildungen des Blutzuckerspiegels, der Fortpflanzungsfunktion, des Immunsystems oder sogar des Appetits führen. Sie sind auch eine Quelle für Wasser- und Umweltverschmutzung.

Vorsicht mit Nanopartikeln

Nanopartikel (Titandioxid und Zinkoxid), die ihrerseits wegen ihrer Anti-UV-Wirkung verwendet werden und Sonnenschutzmittel viel flüssiger und leichter verteilbar machen, können die Hautbarriere (insbesondere bei geschädigter Haut) passieren) und können sich dann in der Dermis und den Organen anreichern, ohne zu wissen, was ihre eigentliche Wirkung ist. Einigen Verbänden zufolge könnten das Immunsystem, die Fortpflanzungsfähigkeit, das Nervensystem, die Darmflora betroffen sein.

Cremes zu begünstigen

Wählen Sie in jedem Fall eine hypoallergene Formel, die keine chemischen Filter, Alkohol und Parabene enthält, dermatologisch getestet und wasserbeständig ist. Nehmen Sie zusätzlich ein Produkt mit doppeltem UVA-UVB-Schutz. Entscheiden Sie sich außerdem zur einfacheren Anwendung für ein leicht getöntes Produkt.

Letzter Punkt, vergessen Sie nicht, die Cremetube oder das Spray gut zu verschließen und nicht direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Es könnte so wirkungslos wie gefährlich werden... Und natürlich niemals ein Produkt wiederverwenden, das bereits im Vorjahr begonnen hat.

Tipps zum Schutz kleiner Kinder vor der Sonne

Von Mai bis Oktober müssen Sie mit der Exposition von Babys sehr vorsichtig sein. Und ob in Creme, Spray, Schaum oder Lotion, Sonnenschutz sollte maximal alle 2 Stunden oder nach dem Schwimmen in einer dicken Schicht aufgetragen werden, mit Schwerpunkt auf exponierten Stellen (Gesicht, Hals, Arme, Beine außer Augenpartie).

Außerdem sind einige Grundregeln zu beachten:

  • Vermeiden Sie es, Ihr Baby zwischen 11 und 16 Uhr mitzunehmen.
  • Wenn Sie sich im Freien oder am Strand aufhalten, stellen Sie Ihr Kind immer in den Schatten
  • Geben Sie ihm regelmäßig Wasser, auch wenn er sich nicht beschwert
  • Setzen Sie einen Hut oder eine Mütze auf und stellen Sie einen Regenschirm auf den Kinderwagen.
  • Ziehen Sie beim Schwimmen ein Anti-UVA-T-Shirt an.
  • Gehen Sie nicht ohne Ihren Nebelgerät aus.