Zwischen Schule, Hausaufgaben, Freunden, außerschulischen Aktivitäten... die Zeitpläne der Kinder sind oft voll. Familiengewohnheiten und vor allem Schulrhythmen respektieren jedoch oft nicht die innere Uhr der Schüler. Welche Anpassungen sind notwendig, um Ermüdung oder mangelnde Aufmerksamkeit zu vermeiden? Update zu Kinderrhythmen.

Anstrengende Schulstunden, unterschiedlich viel Schlaf... Kinder werden manchmal auf die Probe gestellt. Was sind die Mittel, um das Kind und seine Bedürfnisse ein wenig mehr zu respektieren? Eine Studie des National Institute for Health and Medical Research (Inserm) hat eine Bestandsaufnahme der biologischen Rhythmen unserer Kinder gemacht. Nach seinen Schlussfolgerungen wären viele Anpassungen notwendig.

Die biologischen Rhythmen des Kindes

Alle Menschen haben wie andere Tiere und Pflanzen biologische Rhythmen. Sie ermöglichen unserem Körper, sich zu organisieren und sich den Ereignissen des Tages anzupassen. Von unserem Gehirn gesteuert, führen sie zu physiologischen (Hormonspiegel im Blut...) und kognitiven (verminderte Aufmerksamkeit...) Variationen. Um die Gesundheit zu erhalten, ist es daher unerlässlich, sie zu respektieren.

Wie Erwachsene haben auch Kinder ihren eigenen biologischen Rhythmus. So brauchen die Kleinen mehr Schlaf, sie sind nicht die ganze Zeit auf die gleiche Weise konzentriert... Diese innere Uhr variiert von Kind zu Kind.

Rhythmus des Kindes: Guter Schlaf ist wichtig

Eines der wesentlichen Elemente des Rhythmus des Kindes ist der Wach-Schlaf-Wechsel. Es ist wichtig, die Bedürfnisse der letzteren in dieser Angelegenheit zu respektieren. Dieser Zyklus entwickelt sich jedoch bis zur Pubertät ständig weiter.

zum Beispiel Das Nickerchen ist eine der wesentlichen Phasen für die Kleinen. Seine Dauer nimmt ab dem Alter von neun Monaten ab und verschwindet im Allgemeinen zwischen 4 und 6 Jahren. Dennoch bleibt es für Kinder von 2 bis 4 Jahren unverzichtbar:

  • Bis zu 6 Monaten braucht das Kind oft drei Nickerchen: eines am späten Vormittag und zwei am Nachmittag.
  • Von 9 bis 12 Monaten ist das Mittagsschläfchen unnötig
  • Von 15 bis 18 Monaten macht er oft nur am frühen Nachmittag ein Nickerchen.
  • Ab einem Alter von 2 Jahren besteht ein umgekehrter Zusammenhang zwischen der Tagesschlafzeit und der Nachtschlafzeit. Je mehr das Kind tagsüber schläft, desto weniger schläft es nachts. Ein Nickerchen von 2 bis 2 Stunden maximal 30 wird dann empfohlen.
  • Von 4 bis 6 Jahren brauchen es manche, andere nicht.

Nach 6 Jahren muss das Kind ausreichend schlafen: mindestens neun bis zehn Stunden. Außerdem sollten die Zeiten für das Zubettgehen und Aufstehen nicht variieren. Wichtig ist ein regelmäßiger Rhythmus.

Rhythmus des Kindes: Die Auswirkungen des Schulrhythmus

In Frankreich liegt der jährliche Stundenaufwand auf Schulbänken im europäischen Durchschnitt. Sie ist auf 936 Stunden pro Jahr festgelegt und wird von der akademischen Aufsichtsbehörde in jeder Einrichtung überprüft. Aber die Tage sind oft zu lang und schlecht organisiert. Inserm betont, dass die intellektuelle Aktivität der Schüler über einen Tag und über eine Woche variiert.

So stellten wir eines Tages fest, dass die kognitive Leistungsfähigkeit vom Anstieg bis zum Höhepunkt gegen 11 Uhr anstieg. Dann sinken sie bis 14 Uhr, um bis zum Ende des Nachmittags wieder aufzustehen. Der Stundenplan der Schule ist dieser Beobachtung jedoch absolut nicht angepasst.

Das Inserm empfiehlt, „ zu reservieren günstigsten Zeitfenster (später Vormittag und nachmittags) für neues Lernen, das Aufmerksamkeit erfordert und umgekehrt die ungünstigsten Zeiten für Wissenserhaltung oder mehr Spaßaktivitäten zu belegen “.

Für Jugendliche empfiehlt Inserm, das den Unterrichtsbeginn am Morgen zu verschieben. Tatsächlich haben diese jungen Leute oft einen verzögerten Schlaf: spät zu Bett gehen und auch spät aufstehen. Es wäre daher vorzuziehen, wenn die Jugendlichen nicht vor neun Uhr in der Klasse eintreffen.

Vier-Tage-Woche: Die Lösung?

In Frankreich wird seit Beginn des Schuljahres 2017 die Organisation der Schulwoche über 4 Tage in öffentlichen Kindergärten und Grundschulen abweichend vom allgemeinen Rahmen von 4,5 Tagen ermöglicht. Nach Angaben des Bildungsministeriums hat sich ein Drittel der Grundschulen für die „Vier-Tage-Woche“ entschieden.

Aber diese Lösung führt zu vielen Kontroversen. Laut mehreren Spezialisten würde es am Wochenende zu einem zu langen Schnitt kommen. Dies würde am Montag zu Wiederherstellungsschwierigkeiten führen. Doch Inserm betont, dass die „klassische“ Woche ebenso für schwierige Anfänge verantwortlich sei.

Bisher Studien der wöchentlichen Rhythmen haben wenig Informationen liefern. Wissenschaftler haben eine höhere Wachsamkeit am Donnerstagnachmittag bei Vorschulkindern und am Freitagmorgen bei Grundschulkindern festgestellt.