Schmerzhafte Perioden gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Sie sind keineswegs harmlos, sondern können das Leben der betroffenen Frauen erheblich ruinieren. Während der Ursprung dieses Problems ein Rätsel bleibt, kann ein hoher Stress das Risiko ihres Auftretens verdoppeln.

Extrem verbreitet, werden die mit einhergehenden Schmerzen den Regeln von den Frauen oft als grausames Verhängnis empfunden. Aber zum ersten Mal legt eine Studie nahe, dass eine bessere Stresskontrolle präventiv wirkt.

Schmerzhafte Perioden: eine sehr häufige Erkrankung

Nach zwei bis drei Tagen Schmerzen im Bauchbereich und/oder im unteren Rücken während der Menstruation spricht man von Dysmenorrhoe. Unter gynäkologischen Erkrankungen weiblichen sind schmerzhafte Perioden sehr häufig. Der Anteil der betroffenen Frauen variiert je nach Studie zwischen 43 % und 90 %. Ungefähr zwischen 10 und 15 % leiden an schwerer und behindernder Dysmenorrhoe, die zu Arbeitsniederlegungen, Schulausfällen und eingeschränkter Lebensqualität führen kann.

Gleichzeitig mehren sich die Beweise für die schädliche Rolle von Stress beim Auftreten gynäkologischer Probleme in der Schwangerschaft, wie beispielsweise Frühgeburten. Aber trotz wachsendem Misstrauen wurde der Zusammenhang zwischen Stress und schmerzhaften Perioden nicht hervorgehoben. Frühere Studien stießen auf die Schwierigkeit, diese beiden Bedingungen im Zeitverlauf genau in Beziehung zu setzen, indem sie sich a posteriori ausschließlich auf die subjektiven Aussagen von Frauen stützten.

Starker Stress verdoppelt das Risiko schmerzhafter Perioden

Um die Situation zu klären, rekrutierten amerikanische und chinesische Forscher mehrere hundert Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren, die nach Erhalt der Genehmigung für ihr erstes Kind jegliche Verhütung eingestellt hatten... Geburtenkontrolle made in China verpflichtet! Nach Ausschluss der Frauen mit Verdacht auf organische gynäkologische Erkrankungen füllte jede Teilnehmerin täglich einen Fragebogen aus, in dem das Stressniveau, das Auftreten der Erkrankung, die Einnahme von Medikamenten, der Rhythmus des Geschlechtsverkehrs sowie natürlich die Besonderheiten ihres Zyklus genannt wurden., einschließlich des Auftretens von Schmerzen. Diese Nachuntersuchung dauerte 12 Monate oder bis zum Einsetzen der Schwangerschaft. Insgesamt wurden 1160 Zyklen von 388 Frauen untersucht.

Die Ergebnisse verdeutlichen den Einfluss von Stress. Die Inzidenz von Dysmenorrhoe steigt mit dem Grad der Belastung: von 21,9 % bei geringer Belastung auf 43,9 % bei hoher Belastung. Im Vergleich zu einem "Friedenszyklus" wurde das Risiko, diese gynäkologischen Unannehmlichkeiten zu erleiden, bei großer Belastung mehr als verdoppelt (x 2,4). Forscher haben auch gezeigt, dass der Einfluss von Stress in den zwei Wochen vor dem Eisprung (Lutealphase) größer ist als in den zwei Wochen danach (Lutealphase).

Derzeit müssen die biologischen Mechanismen noch aufgeklärt werden, auch wenn die wahrscheinlichste Hypothese auf einer Kaskade von Ereignissen beruht, deren Ursprung in einer Veränderung der Ausschüttung bestimmter Hormone liegen würde. Trotz dieses Mysteriums ist die Identifizierung von Risikofaktoren umso wichtiger, als diese Erkrankung das Leben von Millionen von Frauen behindert. Laut den Autoren kann „Vorbeugung (durch bessere Stressbewältigung) ein sichererer Ansatz sein als eine medikamentöse Behandlung, insbesondere bei Frauen mit Kinderwunsch und bei denen Schmerzmittel oft kontraindiziert sind“.

Um zu verhindern, dass diese intimen Probleme Ihr Leben ruinieren, besuchen Sie unseren Abschnitt "Stress stoppen" !