Wir sind die größten Konsumenten von Psychopharmaka weltweit. Und diese Situation wird immer schlimmer. Mehr als ein Viertel der Franzosen konsumieren Anxiolytika, Antidepressiva, Schlaftabletten und andere Medikamente für den Geist. Jedes Jahr werden 150 Millionen Schachteln verschrieben. Einzelheiten zu diesen Praktiken.

Im Jahr 2000 erstatteten die Krankenkassen mehr als 150 Millionen Schachteln Psychopharmaka. Und der Verbrauch steigt weiter!

Gelegentliche und regelmäßige Nutzer von Antidepressiva

Die Zahlen sind beeindruckend: Ein Viertel der Franzosen hat im vergangenen Jahr Psychopharmaka konsumiert. Dies ist das Ergebnis der im Jahr 2000 von der Krankenkasse durchgeführten Erhebung zur Rezepterstattung (neueste veröffentlichte Erhebung). Mehr als 11 % der Personen, die in das allgemeine System (ohne Beamte und Studenten) aufgenommen wurden, sind sogar regelmäßige Verbraucher mit mehr als 4 Erstattungen pro Jahr, hauptsächlich Anxiolytika und Antidepressiva. In 90% der Fälle wurde die Behandlung vom Hausarzt angeboten: Psychiater greifen seltener ein.

Das Beste aus Psychopharmaka

Wenn wir über Psychopharmaka sprechen, gehören dazu natürlich verschiedene Medikamente. Die Krankenkassen haben die am häufigsten verschriebenen Spezialitäten isoliert. Die "Preisliste" sieht wie folgt aus:

  • Die   Angst- oder Beruhigungsmittel (17,4 % der Bevölkerung hatten im Vorjahr mindestens ein Rezept)
  • Die   Antidepressiva (9,7%)
  • Das   Hypnotikum oder Schlafmittel (8,8%)
  • Die   Neuroleptika (2,7%)
  • Drogen gegen Alkoholabhängigkeit (0,5%)
  • Das   Lithium (0,1%).

Aber im Detail nehmen manche Menschen eher Psychopharmaka ein als andere.

Kein Alter für Antidepressiva

So steigt der Konsum von Psychopharmaka laut Krankenkassen mit zunehmendem Alter stark an. Mehr als die Hälfte der Frauen in den 70ern, wie über ein Drittel der Männer, nehmen diese Medikamente (hauptsächlich Antidepressiva) ein! Diese Zahlen sind umso beeindruckender, als es sich um einen jüngsten Trend handelt, der seit 1996 in Studien auftaucht. Es sollte jedoch betont werden, dass diese Behandlungen ein Risiko darstellen können: Psychopharmaka sind für etwa 20 bis 30 % der Stürze bei älteren Menschen verantwortlich! Zum Beispiel verringert die Einnahme einer Schlaftablette die Reflexe und das Gleichgewicht. Darüber hinaus weisen die Krankenkassen darauf hin, dass viele von ihnen Nebenwirkungen haben können, insbesondere kardiale.

Die Preise von Antidepressiva

Natürlich sind diese Behandlungen teuer. Im Jahr 2002 erstattete die Krankenkasse:

  • 474 Millionen Euro für Antidepressiva
  • 146 Million für Anxiolytika
  • 92 Millionen für Hypnotika
  • 220,5 Millionen für Neuroleptika.

Unter den 25 in Frankreich am häufigsten verschriebenen Medikamenten befinden sich drei Psychopharmaka: Stilnox ® auf Platz 5 (ein Schlafmittel), Deroxat ® auf Platz 11 (ein Antidepressivum) und Temesta ® auf Platz 25 (ein Anxiolytikum). ist, dass Spezialitäten, die noch zu diesen Top 25 gehörten ( Prozac ®, Anzumerken Imovane ®, Lexomil Einführung ® und Xanax ®), diese seit der Generika verlassen haben. Diese Medikamente werden immer noch so oft verschrieben, aber unter anderen Namen!

Missbrauch des Konsums?

Müssen all diese Konsumenten diese Psychopharmaka wirklich einnehmen? Nein, antwortet die Krankenkasse, die natürlich ein Interesse daran hat, die Erstattungen zu reduzieren. Sie unterstreicht auch einige interessante Punkte. So nehmen 10 % der Bevölkerung Antidepressiva, während etwas weniger als 5 % der Bevölkerung depressiv sind. Und was ist mit den 40% der regelmäßigen Anwender von Anxiolytika und Hypnotika, wenn diese Behandlungen nur gelegentlich erfolgen sollen? Umgekehrt werden manche Antidepressiva nur einmal verschrieben, während die Behandlung mehrere Monate dauern muss, um wirksam zu sein!

Diese beeindruckenden Zahlen berücksichtigen jedoch nicht eine weitere besorgniserregende Tatsache: Zahlreiche Opfer psychiatrischer Erkrankungen werden nicht diagnostiziert und behandelt.