Prostatakrebs kann effektiv behandelt werden, wenn er frühzeitig erkannt wird. Obwohl es die häufigste Krebserkrankung bei Männern über 50 ist, profitiert es nicht von einem systematischen Screening. Neben dem Bluttest und der digitalen rektalen Untersuchung könnten neue Tests dies bereits in sehr frühen Entwicklungsstadien nachweisen.

Solange es früh erkannt wird, kann Prostatakrebs richtig behandelt werden. Dieser Nachweis erfordert eine regelmäßige Überwachung, die derzeit auf zwei Untersuchungen basiert: einem PSA-Test (von der Prostata synthetisierte Proteine, die bei Prostataerkrankungen in hohen Konzentrationen vorhanden sind) und einer rektalen Untersuchung. Heutzutage wird eine jährliche Kontrolle ab dem 50. Lebensjahr empfohlen, bei einigen Risikomännern (insbesondere solchen mit einer Familienanamnese) könnten diese Untersuchungen jedoch ab dem 40. Lebensjahr durchgeführt werden.

Die Einschränkungen aktueller Prüfungen

Dépistage du cancer de la prostate

Der PSA-Wert sowie die digitale rektale Untersuchung sind gute Indikatoren, aber keine Garantie für das Vorliegen oder Fehlen von Prostatakrebs. Um diese Unsicherheiten zu beseitigen, empfehlen einige Experten der Französischen Vereinigung für Urologie eine gesteuerte Biopsie Ultraschall- der Prostata, wenn der PSA-Wert oder die rektale Untersuchung für Krebs spricht.

Für diese Untersuchung wird eine Ultraschallsonde in den Anus eingeführt, das so gewonnene Bild der Prostata ermöglicht eine präzise Führung der Biopsienadel. Nur dieser Akt kann die Diagnose bestätigen. Die Untersuchung der entnommenen Zellen wird es auch ermöglichen, die Aggressivität des Krebses und damit die Prognose der Krankheit zu beurteilen.

Entgegen dem Anschein ist diese Untersuchung nicht schmerzhaft, sondern bleibt unangenehm.

Eine kürzlich veröffentlichte wissenschaftliche Veröffentlichung weist darauf hin, dass das Wiederauftreten von Krebs nach der Entfernung der Prostata durch einfache Bluttests beurteilt werden könnte:

  • 62 % der Männer, deren PSA-Wert sich innerhalb von sechs Monaten oder weniger verdoppelt, erleben ein Wiederauftreten ihres Krebses
  • nur 13% der Männer, deren PSA-Wert sich innerhalb von 10 Jahren nicht verdoppelt.

Solche Indikationen könnten helfen, die geeignete Behandlung nach Prostatektomie zu bestimmen.

Die Hoffnung auf Gentests

Jede Krebszelle hat spezifische genetische Eigenschaften. Bereits 1996 wurde ein Suszeptibilitätsgen identifiziert. Im Zentrum seines molekularen Profils stehen daher die Antworten, die die meisten Ärzte fragen: Ist eine Operation notwendig? Ist es besser zu warten? Können wir eine Rückkehr des Krebses befürchten?

Im August 2001 analysierten amerikanische Forscher die Aktivität von etwa 10.000 Genen in gesundem Gewebe und bei Prostatakrebs bei etwa fünfzig Männern. Insgesamt haben mehr als 700 Gewebeproben es ermöglicht, fast 200 Gene oder Fragmente von Genen zu finden, die mit dieser Krankheit in Verbindung stehen. Aber vor allem zwei erregten die Aufmerksamkeit der Ärzte: Hepsin und Pim-1. Obwohl beide in Krebszellen vorhanden sind, wurden die höchsten Konzentrationen des Hepsin-Gens in präkanzerösem Gewebe gefunden. Seine Forschung könnte somit bei der Diagnose helfen. „Es ist 15 Jahre her, dass der PSA-Test verfügbar ist“, präzisiert Studienleiter Prof. Rubin, „dieser Ansatz könnte uns in den nächsten drei bis fünf Jahren viele neue Tests bescheren. Irgendwann kann ein Diagnose-Kit zum Einsatz kommen.“ helfen, die beste Behandlung und Prognose für die Krankheit zu bestimmen".

Diese Hoffnung wird von vielen Forschungsteams geteilt. Im Dezember 2001 gab ein Team aus Baltimore bekannt, dass es einen Screening-Test für ein bestimmtes Enzym, Glutathion-S-Transferase oder GSTP1 entwickelt hat. Dieses Enzym ist das Ergebnis einer genetischen Mutation, die für diesen Krebs spezifisch ist.

Dieser genetische Marker, der in den frühen Stadien der Krankheit vorhanden ist, bietet echte Hoffnung auf eine frühzeitige Diagnose. Bei einer reduzierten Patientenzahl müssen diese Ergebnisse bestätigt werden.

Den Krebsprozess besser verstehen

Schließlich wurde Anfang Januar 2002 das RNASEL-Gen in einer erblichen Form von Prostatakrebs identifiziert. Obwohl es sich nur um eine begrenzte Anzahl von Fällen (ca. 10 %) handelt, wird uns diese Entdeckung zweifellos ermöglichen, den Krebsprozess besser zu verstehen.

Tatsächlich ist jede Zelle so programmiert, dass sie eine definierte Anzahl von Malen multipliziert. Wenn diese Zahl erreicht ist, wird "Selbstmord" oder Apoptose eingeleitet und überschüssige oder schädliche Zellen eliminiert. In Krebszellen ist dieses Programm fehlerhaft und die Vermehrung kennt kein Ende. Das RNASEL-Gen ist den Forschern zufolge für die Apoptose dieser Zellen verantwortlich und verzögert damit die Krankheit. Wenn dieses Gen versagt, vermehren sich Krebszellen unbegrenzt.

Mit fortschreitender Suche nach genetischen Faktoren werden Ärzte bald ein besseres Verständnis der Faktoren haben, die eine normale Prostata in die heute häufigste Krebsart bei Männern verwandeln.

Vor kurzem kamen die Autoren in einer im September 2013 in der Zeitschrift Science Translational Medicine veröffentlichten Arbeit, herausgegeben von Dr. Cory Abate-Shen von der Columbia University, New York, zu dem Schluss, dass die Identifizierung und Aktivitätsebene von drei Genen im Zusammenhang mit dem Altern (FGFR1, PMP22 und CDKN1A) würde es ermöglichen, vorherzusagen, ob Prostatakrebs aggressiv oder langsam fortschreitet, was es ermöglicht, die Behandlung jedes Patienten nach der Diagnose anzupassen. Wenn sich ihre Ergebnisse bei 43 Patienten mit Prostatakrebs als richtig erwiesen und 10 Jahre lang beobachtet wurden, müssen sie dennoch durch größere Studien bestätigt werden, um den prädiktiven Wert dieser 3 Gene für die Art der Krebsprogression zu bestätigen.