Was ist das?

Eine Pleuritis ist ein Flüssigkeitserguss in der Pleurahöhle.

Die Pleurahöhle ist der virtuelle Raum, der zwischen den beiden Schichten der Pleura existiert. Einer der Blättchen haftet an der Lunge und der andere an der Innenseite des Rippengitters. Normalerweise grenzen diese beiden Blätter aneinander. Bei Erguss lösen sich die beiden Bleche ab und begrenzen einen Hohlraum.

(Pleuritis eitrig).

Ursachen und Risikofaktoren

Alle akuten Lungenerkrankungen können zu einem Pleuraerguss führen.

Virusinfektionen (Influenza, Adenovirus, Masern, Windpocken usw.), Pneumokokken-Pneumonie, pulmonale Mykoplasmeninfektionen, Kollagenkrankheiten (Morbus Still, SLE, RAA usw.), intrathorakale Tumoren (Morbus Hodgkin, Lymphosarkom, Leukose usw.) können verursachen serofibrinöse Pleuritis wie Tuberkulose.

Eine eitrige Pleuritis folgt immer einem pulmonalen Bakterienherd. In diesem Fall ist der Erguss eitrig. Sie werden hauptsächlich bei pleuropulmonalen Staphylokokkenerkrankungen bei Säuglingen beobachtet.

Anzeichen und Diagnose der Krankheit

Pleuritis kann latent sein und auf Röntgenstrahlen entdeckt werden.

Einige Symptome sind häufig:

  • Brustschmerzen, ausgelöst durch tiefe Inspiration, Husten und Atembewegungen ("Sidestamp"). Diese Schmerzen sind manchmal im Unterleib oder in den Schultern zu spüren.
  • Ein Husten.
  • Ein Fieber .
  • Eine Atemfläche aufgrund von Schmerzen und Kompression durch Erguss.

Bei der Untersuchung kann der Arzt feststellen:

  • Pleurareiben.
  • Vermindertes vesikuläres Geräusch.
  • Eine Dumpfheit beim Schlagen des Brustkorbs.

Das Röntgenbild zeigt den massiven oder oft eingeschränkteren Erguss (Verschwinden einer Sackgasse, pleurale Grenzlinie. Lungenultraschall bestätigt die Diagnose und leitet die Pleurapunktion.

Die ätiologische Diagnose basiert auf der bakteriologischen Untersuchung der durch Punktion gewonnenen Pleuraflüssigkeit vor jeglicher Antibiotikagabe. Die Flüssigkeit ist manchmal steril. Dann sind spezialisiertere serologische Untersuchungen notwendig (Suche nach Pneumokokken, Hämophilus etc.)

wird bearbeitet

Hustenbehandlung lindert Schmerzen.

Die Behandlung der ursächlichen Erkrankung steht im Vordergrund, insbesondere wenn es um eitrige Rippenfellentzündung (Antibiotika) oder Tuberkulose (Kortikosteroidtherapie und Tuberkulosetherapie) geht.

Das Absaugen der Flüssigkeit durch wiederholte Punktionen oder kontinuierliche Drainage kann dem Kind Linderung verschaffen. Es ist nicht unbedingt erforderlich.

Pleuropulmonale Staphylokokkenerkrankung

Diese besondere Form tritt bei Säuglingen zwischen 3 Monaten und 1 Jahr auf. Sie ist in Frankreich selten geworden, bleibt aber in tropischen Gebieten und in Entwicklungsländern häufig und schwerwiegend. Der Beginn ist bei einem gesunden Säugling abrupt. Eine Epidemie der kutanen Staphylokokken-Erkrankung ( Pemphigus , Furunkel, Paronychie, superinfizierter Windeldermatitis etc.) wird häufig in der Umgebung gefunden. Über das Blut gelangt der Keim in die Lunge.

Die klinischen Symptome sind beeindruckend: Das Kind zeigt hohes Fieber, eine starke Verschlechterung des Allgemeinzustandes (Schockzustand, Hypotonie, gräulicher Teint, auffällige Blähungen im Bauch, Nasenflügelflattern usw.).

Das Röntgenthorax ermöglicht die Diagnose, indem es Bilder von "Blasen" zeigt.

Die Behandlung kann nur in einem spezialisierten Umfeld konzipiert werden. Es verwendet eine dreifache antibiotische Therapie (Vancomycin + Aminoglykoside + Rifampicin), die möglicherweise gemäß dem Antibiogramm modifiziert wird.

Der Rest der Behandlung erfordert Reanimationstechniken (Hydroelektrolyt-Infusionen, Sauerstofftherapie , Kortikosteroidtherapie, Antimykotika), Pleuradrainage.