Wird eine Impfung gegen Gastroenteritis empfohlen? Welche verschiedenen Impfstoffe gibt es? Welche Risiken bestehen für das Baby? Die Antworten.

Fokus auf Rotavirus

Diese saisonale Infektion läuft über die Wintermonate, in der Regel von November bis April-Mai. Sie betrifft in erster Linie Säuglinge im Alter von 6 bis 12 Monaten : Da sie Schwierigkeiten haben, den durch verursachten erheblichen Wasserverlust zu korrigieren Durchfall und Erbrechen, kann eine akute Gastroenteritis (und die dadurch verursachte Dehydration) sie in Lebensgefahr bringen.

Rotavirus ist ein besonders Virus hartnäckiges und hochansteckendes, das zu einer Infektion des Verdauungssystems (Gastroenteritis) führen kann. Es ist beständig gegen die meisten Seifen und Desinfektionsmittel, kann überleben mindestens 8 Stunden auf inerten Oberflächen und manchmal bis zu 7 Tage. Magen-Darm-Erkrankungen durchschnittlich dauern 2 bis 5 Tage, können aber bis zu 3 Tage ansteckend sein nach der Genesung.

Es gibt Hygienemaßnahmen zu verhindern, einschließlich Händewaschen vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toiletten- oder Badezimmerbesuch, nach dem Wickeln eines Babys...

Gastroenteritis: Impfung wird für Babys nicht empfohlen

Derzeit ist der Oberste Rat für öffentliche Hygiene nicht zu empfehlen Impfung Routine für Säuglinge unter sechs Monaten alt.

Es kann jedoch angeboten werden, schützt aber nur vor dieser Ursache der Gastroenteritis (Rotavirus).

Die Risiken einer Impfung gegen Gastroenteritis

Wenn die Impfung zu den großen Erfolgen der öffentlichen Gesundheit gehört, werden in einigen Fällen (aufgrund der damit verbundenen Risiken) nicht empfohlen.

So informiert der Oberste Hygienerat die Eltern (vor der Gastroenteritis-Impfung) über das Risiko einer akuten Invagination. Dieser medizinisch-chirurgische Notfall (gekennzeichnet durch das Umdrehen des Dünndarms) wird manchmal in der Woche nach der ersten Impfung beobachtet.

Zwei auf dem Markt erhältliche Impfstoffe

Seit 2006 stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung gegen Rotavirus-Gastroenteritis, die jedoch nicht empfohlen werden. Diese beiden Impfstoffe, die können ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht werden, liegen in trinkbarer Form vor. Es sind zwei oder drei Dosen erforderlich, damit es wirksam ist. Sie sollen nur gegen Rotavirus schützen.

Die beiden Labore Merck und GSK haben leicht unterschiedliche Impfstoffe entwickelt.

  • Der Impfstoff Rotateq- (von Merck entwickelt und von Sanofi Pasteur MSD vertrieben) ist ein sogenannter pentavalenter Impfstoff: Er besteht aus 5 verschiedenen Virusstämmen (P, G1, G2, G3, G4), die im Impfstoff kombiniert sind. In Europa zirkulieren mehrere Serotypen des Virus (infektiöse Stämme) und können von Jahr zu Jahr, von Saison zu Saison oder von Land zu Land variieren. Die Kombination der 5 Stämme im pentavalenten Impfstoff wurde mit dem Ziel entwickelt, einen Schutz gegen mehr als 90 % der in Europa zirkulierenden Virusstämme zu gewährleisten. Die REST-Studie (Rotavirus Efficacy and Safety Trial), die vom Merck-Labor an 70.000 Kindern in 12 Ländern weltweit durchgeführt wurde, zeigte eine Wirksamkeit von 98 % der Wirksamkeit bei schwerer Gastroenteritis und von 74 % bei allen Symptomen. Dieser Impfstoff wird in 3 Dosen verabreicht: die erste ab 6 Wochen, die anderen 2 im Abstand von 4 bis 10 Wochen. Die Verabreichung kann daher nach dem Vorbild der ab 2 Monaten empfohlenen Grundimmunisierung (Diphtherie, Tetanus, Polio, HiB, Keuchhusten) mit Auffrischimpfung nach 3 und 4 Monaten erfolgen.
  • Der Rotarix (GSK) ist ein monovalenter Impfstoff, der einen Rotavirus-Stamm (Typ G1) enthält, der theoretisch auch gegen andere in Europa am häufigsten vorkommende Typen schützen könnte. Es hat 2 Dosen, die auch ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht werden.

Hinweis: Diese Impfungen werden von der Krankenkasse nicht erstattet.