Stripping, Sklerotherapie, Kryochirurgie... die Behandlung von Krampfadern ist ein Bereich, in dem sich die Techniken schneller entwickeln als die Krankheit. Vergrößern Sie den endovenösen Laser mit Dr. Jean-Jerôme Guex, Präsident der Französischen Gesellschaft für Phlebologie.

Sie sind Spezialist für endovenöse Laser, wie läuft die Operation eigentlich ab?

Dr. Jean-Jerôme Guex: Es ist wichtig, diesen Eingriff durchzuführen im Operationssaal. Der Patient hat zuerst den Anästhesisten getroffen und die Operation findet unter Überwachung statt. Der dauert Eingriff etwa eine Stunde, wobei die längste nicht die Handlung selbst ist, sondern die Vorbereitung des Patienten (etwa eine Viertelstunde) und die Lokalanästhesie semitumeszierende.

Ein kleiner Schnitt, ein bis zwei Millimeter am Knie, ermöglicht das unter Ultraschallkontrolle Einführen eines Katheters, der eine optische Faser enthält, die den Laserstrahl führt. Dadurch kann die Venenwand erwärmt und koaguliert auf die gewünschte Länge werden. Die Abzugsgeschwindigkeit beträgt etwa vier Sekunden pro Zentimeter. Das ist schneller als die Technik mit Radiofrequenz (VNUS Closure®-Methode).

Was sind die postoperativen Folgen? Muss der Patient im Krankenhaus bleiben?

Absolut nicht ! Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt. Das heißt, es findet im Operationssaal statt, erfordert aber keine Übernachtung. Der Patient bleibt eine Stunde unter Beobachtung und kehrt dann im Laufe des Tages nach Hause zurück. Auch wenn wir eine bilaterale Intervention praktizierten, also an beiden Beinen intervenierten!

Der Patient muss sogar sehr schnell wieder auf die Beine kommen, da   er unbedingt gehen muss. Nach drei oder vier Tagen werden wir ihn wieder sehen und dann etwa sechs Wochen später eine Kontrolle machen.

Ist es ein schmerzhafter Eingriff?

Die Operation selbst ist nicht schmerzhaft, da wir eine örtliche Betäubung entlang der Vene durchführen. Die operativen Suiten sind nicht mehr. Als Beweis verschreibe ich normalerweise ein Schmerzmittel, aber niemals ein entzündungshemmendes Mittel. Die Patienten stehen auf eigenen Beinen, gehen normal und können ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Seien vorsichtig, aber dies bleibt eine Intervention: es gibt zwangsläufig Prellungen an den Innenseiten Oberschenkel und Kompressionsstrümpfe. Nur 10 % der Patienten berichten von einem leichten Gen.

Was ist die Hauptindikation für diese Technik?

Diese Technik ist nicht auf alle Venen anwendbar. Wir verwenden den Laser nur an der Vena saphena magna, das heißt, wir stoppen am Knie.

Dies hat zwei Hauptgründe:

  • Der erste ist, dass ist, der Laser nicht durch eine Vene, die nicht röhrenförmig passieren kann. Dies schränkt somit technisch unseren Eingriffsbereich ein.
  • der zweite ist, dass nach der Behandlung der V. saphena magna die darunter liegenden Krampfadern spontan abnehmen... Es wäre daher sinnlos, weiter zu gehen.

Der Laser behandelt die erkrankte Vene, bekämpft einen schlechten venösen Rückfluss, lindert Schmerzen und beugt möglichen Komplikationen vor.

Welchen Rückblick haben wir heute zu dieser Technik?

Wir können sagen, dass es zu mindestens 95 % sofort zufriedenstellende Ergebnisse gibt und dass, wenn das sofortige Ergebnis gut ist, nach drei Jahren kein Rezidiv mehr auftritt. Die behandelte Vene muss nie wieder behandelt werden. Also mindestens so gut wie die anderen Methoden...