Red Bull, Burn, Dark Dog oder auch Monster, Energy Drinks oder „Energy Drinks“ sind seit ihrem Auftritt in Frankreich 2008 sehr erfolgreich. Doch was sind die wirklichen Wirkungen dieser Drinks? Sind sie gesundheitlich unbedenklich? Verbessern sie wirklich die sportliche Leistung? Unterscheiden Sie bei uns das Wahre vom Falschen.

1. Energy Drinks verbessern die sportliche Leistung.

Falsch. Bis heute hat keine Studie gezeigt, dass Energy Drinks die körperliche und sportliche Leistung steigern.

2. Energy Drinks haben einen echten Nährwert.

Boissons énergisantes

Falsch. Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Afssa) hat wiederholt wissenschaftliche Gutachten herausgegeben, die bestätigen, dass Energy-Drinks keinen Nährwert haben.

3. Energy Drinks gelten nicht als Dopingmittel.

Wahr. Keiner der Inhaltsstoffe von Energy Drinks gilt als Dopingmittel. Es stimmt, dass sie Koffein enthalten, ein Produkt, das früher in bestimmten Dosierungen als Doping angesehen wurde. Doch seit 2004 hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) es von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen.

4. Sie können in jedem Alter Energy-Drinks trinken.

Falsch. Der Verzehr dieser Getränke wird Kindern unter 16 Jahren nicht empfohlen. Diese Verzehrbeschränkungen erscheinen auf den Dosen unter der Bezeichnung „nicht für Kinder unter 16 Jahren geeignet“ oder „nicht für Kinder geeignet“.

5. Sportlern wird empfohlen, während des Trainings keine Energy-Drinks zu sich zu nehmen.

Wahr. Die französische Gesellschaft für Sporternährung (SFNS) hat hierzu sehr strenge Empfehlungen ausgesprochen. Ernährungswissenschaftler raten daher Sportlern dringend davon ab, diese Getränke vor, während oder nach dem Training zu sich zu nehmen. Der Cocktail aus verschiedenen Zutaten kann in der Tat die Anpassungsfähigkeit an das Training verändern. Diese Empfehlung gilt im Übrigen auch für Jugendliche, die diese Getränke konsumieren, bevor sie sich in einer Diskothek „anstrengen“.

6. Der Konsum von Energy-Drinks wird bei bestimmten Erkrankungen nicht empfohlen.

Wahr. Energy-Drinks, die Koffein und andere aufregende Produkte enthalten, können Ihre Herzfrequenz und Ihren Blutdruck beeinflussen. Daher werden sie nicht für Personen empfohlen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck leiden. Darüber hinaus werden Energy Drinks auch nicht für Schwangere und Personen mit erhöhter Koffeinempfindlichkeit empfohlen.

7. Energy-Drinks helfen, Müdigkeit zu bekämpfen.

Stimmt, aber... Energy Drinks enthalten anregende Substanzen (Koffein, Guarana), die es tatsächlich ermöglichen, vorübergehend gegen Müdigkeit anzukämpfen. Und die Gefahr besteht gerade darin, auf künstliche Weise gegen Ermüdung anzukämpfen. Das einzige wirkliche "Heilmittel" gegen Müdigkeit ist Schlaf!

8. Der regelmäßige Konsum von Energy-Drinks durch Sportler kann zu einem Verletzungsrisiko führen.

Wahr. Die Verletzungsrisiken im Zusammenhang mit der Zusammensetzung von Energy-Drinks sind sehr real und gut dokumentiert. Da diese Getränke sehr konzentriert und sauer sind, fördern sie die Austrocknung, was bei Sportverletzungen förderlich ist. Sie bergen auch Risiken für Herzrhythmusstörungen. Schließlich kann ihre zu hohe Zuckerkonzentration zu Verdauungsstörungen führen.

9. Es gibt keine Unterschiede zwischen Energy-Drinks und Energy-Drinks.

Falsch. Anders als bei Energy-Drinks die Zusammensetzung von Energy-Drinks unterliegt oder „Exercise-Drinks“ einem strengen europäischen Rechtsrahmen. Speziell auf die Bedürfnisse von Sportlern während des Trainings abgestimmt, enthalten Energy Drinks hauptsächlich Zucker und Mineralstoffe.

10. Die Wirkungsdauer von Energy-Drinks variiert von Person zu Person.

Wahr. Die Wirkung dieser Getränke ist bei verschiedenen Menschen nicht gleich spürbar. Wenn einige bis zum Ende der Nacht anhalten, spüren andere die Wirkung nur für ein paar Stunden. Da diese Getränke Koffein enthalten, wird auf jeden Fall nicht empfohlen, es vor dem Zubettgehen zu konsumieren.

Mit Hilfe der Französischen Gesellschaft für Sporternährung (SFNS)

1. Afssa, Referrals Nr. 2002-SA-0260, Nr. 2005-SA-011, Nr. 2006-SA-0236 und Nr. 2009-SA-0153 2. Empfehlungen der Französischen Gesellschaft für Sporternährung zum Energieverbrauch Getränke bei Sportlern, Juni 2008. - GUELFI JD. et al. DMS IV American Psychiatric Association, 4. Auflage, Washington DC2000 - BASSINI-CAMERON A et al. Wirkung einer Koffein-Supplementierung auf hämatologische und biochemische Variablen bei Elite-Fußballspielern unter körperlichen Stressbedingungen. Brit J Sport Med, 2007, Vol 41, Iss8, 523-30, Studie online verfügbar - AFSSA - Überweisung Nr. 2006-SA-0236. Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit dem Genuss eines als "energetisierend" bezeichneten Getränks, das andere Stoffe als technologische Zusatzstoffe enthält: Taurin, D-Glucuronolacton, Inositol, Vitamine B2, B3, B5, B6 und B12, - AFSSA - Referral no. 2002- SA-0260 Bewertung der Verwendung von Taurin, D-Gucuronolacton, verschiedenen Vitaminen und Koffein (in einer höheren Dosis als derzeit in Getränken erlaubt) in einem sogenannten "Energy"-Drink, online herunterladbar - KÜCHEN M., OWENS BM. Wirkung von kohlensäurehaltigen Getränken, Kaffee, Sport- und High-Energy-Drinks sowie abgefülltem Wasser auf die In-vitro-Erosionseigenschaften von Zahnschmelz. J Clin Kinderarzt Dent. Frühjahr 2007, 31 (3): 153-9, - FRAUNHOFER JA., ROGERS MM. Auswirkungen von Sportgetränken und anderen Getränken auf den Zahnschmelz. Gen Dent. 2005 Jan-Feb; 53 (1): 28-31, Zusammenfassung online verfügbar