Anfang Dezember 2005 kündigte der Gesundheitsminister eine Reihe von Maßnahmen gegen Hepatitis B und C an. Weitgehend angelehnt an den Bericht des Strategischen Ausschusses des Nationalen Virushepatitis-Programms sollen diese Maßnahmen die Prävention stärken und die Versorgung der stärksten Menschen verbessern gefährdete Bevölkerungsgruppen, stärker gefährdet.

Im April 2003 hat der Gesundheitsminister den Strategischen Ausschuss für das nationale Programm zur Virushepatitis eingesetzt, um die Maßnahmen im Rahmen des Programms zur Bekämpfung der Hepatitis zu überwachen und zu bewerten. Im Dezember 2005 gab er dem Gesundheitsminister Xavier Bertrand einen echten Plan, um diese Feinde der Leber zu bekämpfen.

Erinnerungen zu Hepatitis B und C in Frankreich

Hepatitis C: 4 bis 5.000 Infektionen pro Jahr, 500 bis 600.000 Betroffene und 3.000 bis 3.500 Todesfälle pro Jahr. Diese hauptsächlich über das Blut übertragene Infektion kann durch keinen Impfstoff verhindert werden. Andererseits wird es mit antiviralen Medikamenten effektiv behandelt und in mehr als der Hälfte der Fälle geheilt. Derzeit haben mehr als 45.000 der chronischen Träger des Hepatitis-C-Virus eine Leberzirrhose, darunter mehr als 2.000 Menschen von Leberkrebs.

Hepatitis B: 500 neue Fälle pro Jahr, 300.000 Menschen sind von der chronischen Form betroffen, 1.000 bis 1.500 Todesfälle pro Jahr. Es wird durch Blut, aber auch auf sexuellem Weg übertragen. Vor allem gegen Hepatitis B gibt es bis heute keine wirklich wirksame Behandlung, sondern nur einen Impfstoff, der im Falle einer Exposition davor schützt.

Der Minister erinnerte daher daran, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen den Risiken besonders ausgesetzt sind: Drogenkonsumenten für die beiden Viren und für Hepatitis B, Menschen mit riskanten Sexualpraktiken, Reisende, die sich in Ländern aufhalten, in denen die Infektion häufig ist (Asien und Afrika südlich der Sahara) und Gesundheitsexperten. Der ministerielle Kampfplan betrifft sie daher vorrangig.

Hepatitis C: Erleichterung des Zugangs zur Versorgung für Drogenkonsumenten

xavier bertrand

Nicht weniger als 50 bis 70 % der intranasalen und venösen Drogenkonsumenten sind mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert.Diese meist jungen Patienten sind mit einem Virustyp infiziert, der gut auf die Behandlung anspricht (in 50 in 80 % der Fälle). Aber nur weniger als jeder Fünfte wird derzeit behandelt. Der Minister beabsichtigt, diese Zahl zu verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Nationale Institut für Prävention und Gesundheitserziehung (Inpes) 2006 in Zusammenarbeit mit Verbänden von Drogenkonsumenten gezielte Präventionsinstrumente verbreiten. Darüber hinaus muss jede Einrichtung, die Drogenabhängige aufnimmt, eine "Strategie zur Sensibilisierung für das Hepatitis-C-Virus" formalisieren und eine Vereinbarung mit einem anonymen und kostenlosen Screening-Center oder einem Analyselabor treffen, um das Screening zu erleichtern. Um die Zeit zwischen Screening und Behandlung zu verkürzen, führen analytische Labore gleichzeitig die beiden für die Diagnose erforderlichen Tests (virologischer Test und viraler DNA-Test) durch.

Sobald die Ansteckung bestätigt ist, übergibt der Stadtarzt das Inpes-Merkblatt "Hepatitis C-positives Screening: Was tun?" und kann den Patienten dann an den Hepato-Gastroenterologen überweisen, um die geeignete Behandlung zu bestimmen, dann wird er seine Nachsorge sicherstellen. Der Wunsch des Ministers ist es, den Stadtarzt wieder in den Mittelpunkt einer koordinierten Versorgung des Patienten zu stellen und den Krankenhauseingriff für die schwersten Fälle vorzubehalten.

Erinnerung an die Hepatitis-B-Impfung

Der Minister erinnerte an die Gefahren von Hepatitis B, die nach wie vor die dritte Transplantationsursache ist. "Wenn es jedoch bis heute keine wirklich wirksame Behandlung gibt, gibt es einen Impfstoff, der im Falle einer Exposition davor schützt, und die meisten der beobachteten Fälle hätten davon profitieren können", betont er.

Ab 2006 werden verschiedene Instrumente zu den Risiken des Injizierens und die Mittel zum Selbstschutz an Orten und unter Fachleuten, die häufig Drogenkonsumenten haben, verteilt.

Darüber hinaus werden für all diese Risikopersonen Aufklärungskampagnen zur Impfung durchgeführt, die sich an Personen richten, die besonders dem HBV-Risiko ausgesetzt sind (Menschen mit mehreren Sexualpartnern, Drogenkonsumenten, Personen, die Kontakt mit anderen Personen mit HBV haben). Berufstätige, Neugeborene einer mit dem Virus infizierten Mutter). Auch für Angehörige der Gesundheitsberufe sind Erinnerungen an bewährte Verfahren vorgesehen. Der Minister bekräftigte, dass der Kampf gegen diese Hepatitis eine Priorität der öffentlichen Gesundheit sei, und versicherte, dass diese Maßnahmen vom Strategieausschuss umgesetzt und bewertet würden.