Interkontinentale Flüge sind für viele körperliche und psychische Störungen verantwortlich. Jetlag verändert den klassischen circadianen Rhythmus (Tag-Nacht) und stellt den Körper auf die Probe. Unter den am häufigsten beobachteten Problemen klagen die Nutzer von Langstreckenflügen am häufigsten über Schlafstörungen, Menstruationszyklusstörungen oder übermäßige Müdigkeit. Neueren Forschungen zufolge verursachen diese Reisen eine Abnahme der kognitiven Fähigkeiten und Gedächtnisprobleme.

Für Ihre Arbeit oder Freizeit müssen Sie möglicherweise auf Langstreckenflügen reisen. Diese Reisen, die mit Zeitzonen spielen, sind für verschiedene physische und psychische Probleme verantwortlich.

Die schädlichen Auswirkungen von "Jet-Lag"

Mehr als drei Viertel der Nutzer berichten von Schlafstörungen in der Nacht nach dem Flug. Dieser Wert sinkt jedoch nach drei Nächten auf 30 %. Darmerkrankungen scheinen 60 % der Reisenden zu betreffen. Schließlich kann der durch Jetlag (oder "Jetlag") induzierte Stress zu Störungen des Menstruationszyklus oder übermäßiger Müdigkeit führen. Verschiedenen Studien zufolge scheinen diese Missetaten tatsächlich mit Jetlag und nicht mit Nord-Süd-Flug in Verbindung gebracht zu werden.

Der Cortisolspiegel im Blut und im Speichel ist ein Anzeichen für Stress. Verschiedene Studien, von denen die letzte aus dem Jahr 1999 stammt, haben eine chronische Exposition (häufige Diebstähle) mit hohen Konzentrationen von Kortikosteroiden (einer Gruppe von Verbindungen, zu denen Kortisol gehört) verbunden mit einem Defizit der menschlichen kognitiven Funktionen in Verbindung gebracht.

Die britischen Forscher untersuchten die Auswirkungen von häufigem Jetlag auf den Cortisolspiegel und das Gedächtnis von 62 Frauen, die bei internationalen Fluggesellschaften beschäftigt waren, unterteilt in drei verschiedene Gruppen: diejenigen, die am Boden blieben, regelmäßig auf Inlandsflügen reisten und denen lange -Streckenflüge. So ermittelte die Studie die Cortisolkonzentration im Speichel dieser Frauen, die dann mit visuellen Gedächtnistests konfrontiert wurden.

Mehr Stress und weniger Gedächtnis

Die von Kwangwook Cho von der Universität Durham geleitete Studie zeigt, dass Flugbegleiter auf Langstreckenflügen viel höhere Cortisolkonzentrationen aufweisen als diejenigen auf Inlandsflügen oder am Boden. Dieser Trend ist jedoch nur bei Transmeridianflügen zu beobachten, also bei Flügen mit Zeitunterschieden von mehr als drei Stunden. Deshalb hätte ein Flug Paris-Johannesburg im Gegensatz zu einem Flug Paris-Tokio keinen Einfluss.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Antizipation der negativen Auswirkungen des Jetlags eine Stressursache sein kann, die sich in der hohen Cortisolkonzentration zeigt. Dieser Anstieg wird unabhängig von der Erfahrung der Flugbesatzung beobachtet.

Schließlich zeigt sich, dass die Flugbesatzung auf Transmeridianflügen seit mehr als vier Jahren längere Reaktionszeiten auf Gedächtnistests zeigt. Diese Defizite legen nahe, dass eine chronische Exposition gegenüber hohen Cortisolkonzentrationen zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten führt. Dieser Effekt wird jedoch nicht beim Flugpersonal von Unternehmen beobachtet, die von einer längeren Verspätung (mehr als 14 Tage) zwischen zwei transkontinentalen Flügen profitieren. Dieses Zeitintervall würde es ermöglichen, die durch Zeitunterschiede induzierten Effekte zu eliminieren.

Allerdings kann man sich berechtigterweise fragen, ob das Problem nur in diesen Zeitunterschieden liegt. Allein chronischer Schlafmangel könnte dieses Phänomen erklären, da bekannt ist, dass es zu einer Erhöhung der Cortisolausschüttung kommen kann. Eine aktuelle Studie der Universität Lüttich hat die Tugenden des Schlafs auf Gedächtnis und Lernfähigkeit beleuchtet (Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie in unserem Artikel " Lernen mit geschlossenen Augen ").