Heute führt die Epilepsieforschung zu Erkenntnissen über die Funktionsweise des Gehirns. Mit allen modernen Untersuchungsmethoden wird versucht, die Ursachen der Dysfunktion, die den Krisen zugrunde liegt, aufzudecken.

Gründe zur Hoffnung

Neue Technologien im Bereich Neuroimaging (MRT, PetScan, MEG, etc.) ermöglichen bedeutende Fortschritte in der Forschung und im Wissen über die Gehirnfunktion.

epilepsie imagerie

Es wurden defekte Gene identifiziert, die für bestimmte Formen der Epilepsie verantwortlich sind, sowie spezifische Chromosomenbindungen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, ein Epilepsiesyndrom zu entwickeln.

Neuere Arbeiten haben es ermöglicht, bestimmte Arten von epileptischen Anfällen mit spezifischen Dysfunktionen neuronaler Verbindungen auf Gehirnebene und der chemischen Informationsübertragung zwischen Neuronen in Verbindung zu bringen.

Diese Entdeckungen sowie die Entwicklung der Molekularbiologie haben es Neuropharmakologen ermöglicht, neue Antiepileptika zu entwickeln, die eine bessere Leistung erbringen und die normale Gehirnfunktion besser erhalten. Sie haben weniger kognitive Nebenwirkungen und eine reduzierte beruhigende Wirkung.

Etwa zwanzig aktive Moleküle wurden entwickelt und ermöglichen eine angemessenere Behandlung. (Epileptologen hatten in den 80er Jahren nur 4 Medikamente!).

Pharmakotherapie

In 70 bis 80 % der Fälle können die Anfälle durch eine Monotherapie (ein einziges Medikament) reduziert werden, mit dem Vorteil, die Nebenwirkungen zu reduzieren. Bei Versagen wird in 17 bis 30 % der Fälle erfolgreich eine alternative Monotherapie vorgeschlagen.

Kombinationstherapie (Kombination mehrerer Medikamente) und insbesondere Dualtherapie werden bei monotherapieresistenten epileptischen Manifestationen eingesetzt.

Die regelmäßige und tägliche Einnahme von Medikamenten ist der Garant für die Wirksamkeit bei Angriffen.

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass:

  • Nach 2 bis 5 Jahren erfolgreicher Behandlung können etwa 70 % der Kinder und 60 % der Erwachsenen die Behandlung ohne Rückfallrisiko abbrechen.
  • 70 % der Patienten können erfolgreich (vollständige Kontrolle der Anfälle über mehrere Jahre) mit Antiepileptika behandelt werden.
  • 70 bis 80 % der Patienten, die eine frühe Behandlung erhalten haben, erleben eine Stabilisierung der Attacken.

Operation

Die chirurgische Lösung ist nur für bestimmte Patienten mit pharmakoresistenter partieller Epilepsie bestimmt, die einen lokalisierten epileptogenen Fokus aufweisen, bei dem ein Eingriff kein Risiko einer Funktionsbeeinträchtigung darstellt. Sie gilt insbesondere bei sogenannten Temporallappenepilepsien, bei denen in 80 bis 90 % der Fälle ein hervorragendes Ergebnis zu erwarten ist.

* Ergebnisse einer szintigraphischen Untersuchung einer rechts medianen temporo-occipitalen Läsion und einer Epilepsie, die auf einen rechten temporalen Ursprung schließen lässt.

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Dieses Blatt wurde von der französischen Stiftung für Epilepsieforschung erstellt . Die Mission des FFRE ist es, alle Forschungen zu unterstützen, die ein besseres Verständnis der Ursachen von Epilepsie ermöglichen, die Versorgung verbessern und die soziale Integration der Patienten fördern.

* FFRE - Französische Stiftung für Epilepsieforschung 9 avenue Percier 75008 PARIS - Tel.: 01.47.83.65.36