EEG wurde in den 1920er Jahren von einem deutschen Psychiater, Dr. Das Prinzip des EEG besteht darin, elektrische Potenziale auf einem Gerät zu sammeln, das die Signale verstärkt und dann transkribiert, damit sie analysiert werden können. Diese Signale werden an der Oberfläche in Höhe der Kopfhaut gesammelt und müssen daher eine große Knochendicke und verschiedene Gewebe durchlaufen. in einigen Fällen kann es notwendig sein, das EEG direkt in Kontakt mit dem Gehirn aufzuzeichnen, und das gesammelte Signal ist ganz anders.

Das EEG-Signal ist sehr schwach, in der Größenordnung eines Mikrovolts. Sie stellt sich je nach Alter, nach Wachsamkeitszustand unterschiedlich dar, und die Variationen der normalen Spur sind sehr zahlreich. Die Interpretation von EEG-Aufzeichnungen ist schwierig, sie ist Gegenstand einer echten medizinischen Spezialisierung.

Bei Patienten mit Epilepsie können verschiedene Anomalien beobachtet werden:

  • Langsame Anomalien, die auf Leiden hinweisen (lokal oder diffus im Gehirn). solche Anomalien treten beispielsweise unmittelbar nach einer Krise auf.
  • Sogenannte „paroxysmale“ oder „epileptiforme“ Anomalien (der letztere Begriff wird häufig von Angelsachsen verwendet): Dies sind Spitzen oder Spitzen-Wellen, die auf das Vorhandensein einer abnormalen elektrischen Entladung im Körper hinweisen. Sie sollten jedoch wissen, dass solche Anomalien außerhalb der Epilepsie, bei vollkommen gesunden Personen oder manchmal bei Verwandten von Epilepsiepatienten auftreten können. Sie haben daher nicht immer die gleiche Bedeutung.
  • Schließlich können bei epileptischen Patienten völlig normale EEG-Aufzeichnungen erhalten werden.

EEG-Aufzeichnungen werden meist zwischen Anfällen (interiktale Aufzeichnungen) aufgezeichnet und können bereits sehr aufschlussreich sein. umso mehr, wenn sie während einer Krise aufgezeichnet werden (kritische Spuren). Die Video- und EEG-Aufzeichnung eines epileptischen Anfalls erfordert sowohl für den Patienten als auch für den Arzt oft lange Wartezeiten im EEG-Labor.

Das „Standard“-EEG wird durch auf der Kopfhaut angebrachte Elektroden gewonnen, deren Kontakt mit der Haut durch eine leitfähige Paste erleichtert und die durch einen elastischen Helm fixiert werden. Die Aufzeichnung umfasst mindestens zehn Minuten Ruhe-Tracing, durchgeführt mit geschlossenen und dann geöffneten Augen, dann zwei Stimulationstests:

  • Der Hyperpnoe-Test, bei dem der Patient 3 bis 5 Minuten lang hart und schnell atmen muss. Dieser Test verursacht Veränderungen der Blutgase, die zu Unwohlsein, manchmal mit Übelkeit, führen können. es wird durchgeführt, weil es die EEG-Anomalien bei mehreren Arten von Epilepsie erhöht und weil es bei Patienten, die spontan diese Art von Anfall präsentieren, einen komplexen partiellen Anfall oder insbesondere eine typische Abwesenheit verursachen kann.
  • Der Test der intermittierenden Lichtstimulation (SLI) besteht darin, dass der Patient Lichtblitzen ausgesetzt wird, deren Frequenz reguliert wird (im Allgemeinen zwischen 1 und 30 pro Sekunde), und die mit geschlossenen Augen, manchmal mit offenen Augen, verabreicht werden.. Diese Stimulation ermöglicht es, Lichtempfindlichkeit zu erkennen, die die Ursache für bestimmte Formen der Epilepsie ist.

Die tägliche EEG-Praxis verändert sich ständig, jetzt mit unterschiedlichen Aufnahmearten:

  • Aufzeichnung des Signals computergestützt und nicht mehr auf Papier ("papierloses EEG"), um es außer durch das Sehen zu analysieren und z. B. Karten der zerebralen elektrischen Aktivität zu erstellen.
  • Langanhaltende EEG-Aufzeichnungen, auch im Schlaf.
  • EEG-Aufzeichnung auf tragbaren Geräten (ambulantes EEG), wodurch sehr lange Überwachungszeiten möglich sind. das verwendete Medium ist entweder eine Magnetkassette oder eine "Flash-Karte", die eine große Computerspeicherkapazität darstellt. Die Autonomie dieses Gerätetyps beträgt im Allgemeinen 24 Stunden und ermöglicht möglicherweise Aufzeichnungen zu Hause des Patienten, der sich frei bewegen kann und während der Aufzeichnung seinen üblichen Beschäftigungen nachgehen kann.
  • Zunehmend systematische Kopplung von Monitoring und Videoaufzeichnung an das EEG, die es ermöglicht, Veränderungen der elektrischen Aktivität des Gehirns mit Veränderungen des Patientenverhaltens bei Anfällen zu korrelieren.

Bleibt Epilepsie die Hauptindikation für ein EEG, kann es bei anderen neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, Enzephalitis) oder Kopftrauma sinnvoll sein. Schließlich dient das EEG auch zur Beobachtung des Hirntodes (flaches EEG).