Für Patienten treten im Januar 2005 die ersten Maßnahmen der Reform der Krankenversicherung in Kraft. Darunter die Ernennung eines behandelnden Arztes durch den Patienten bei der Krankenversicherung. Das Ziel: das Arzt-Patienten-Duo für eine bessere langfristige medizinische Versorgung zu halten.

47 Millionen Versicherte über 16 Jahre sind von dem System betroffen. Die Sozialversicherung hofft, dank der Reform von einem Defizit von 13 Milliarden Euro auf 8 Milliarden Euro zu sinken.

Ein einziger behandelnder Arzt

Ab Januar 2005 haben Sie nicht mehr die Muße, Ihren behandelnden Arzt nach Belieben zu wechseln, sondern müssen sich für einen entscheiden und daran festhalten. Diese Änderung ist Teil der Krankenversicherungsreform. Ziel ist es, die Zufriedenheit der Patienten mit einem einzigen Arzt zu fördern und eine Vervielfältigung der medizinischen Meinungen zu vermeiden, die das Sozialversicherungsdefizit vergrößert.

Ein Formular zum Ausfüllen

Médecin traitant assurance maladie sécurité sociale

Wenn Sie Ihre Facharztkonsultationen (ausgenommen Kinderärzte, Augenärzte und Gynäkologen) nicht anteilig erstatten möchten, müssen Sie jetzt einen behandelnden Arzt aufsuchen. Dein. Und um es gut zu machen, müssen Schritte unternommen werden. Teilen Sie der Caisse Primaire d'Assurance Maladie (CPAM) zunächst den Namen Ihres behandelnden Arztes mit. Dazu erhalten Sie ein Formular mit einer Gebrauchsanweisung. Geben Sie dort den Namen Ihres Arztes mit dessen Zustimmung an. Lassen Sie ihn das Papier unterschreiben und an das CPAM in Ihrer Nähe zurücksenden. Für diesen alleinigen Zweck ist es derzeit nicht erforderlich, einen Arzt aufzusuchen. Warten Sie stattdessen auf die Gelegenheit, sich zu beraten.

Der behandelnde Arzt nach Wahl des Patienten

Damit diese neue Form der medizinischen Versorgung reibungslos ablaufen kann, müssen wichtige Informationen bekannt sein. Bisher konnte sich ein Hausarzt als überweisender Arzt eines Patienten entscheiden. Dieser Status ermöglichte ihm den Zugang zu Krankenversicherungszuschüssen. Aber der Schritt kam nur von ihm. Die neue Reform bezieht diesmal den Patienten mit ein. Es steht ihm frei, seinen behandelnden Arzt mit dessen Zustimmung zu wählen. Im Gegensatz zum überweisenden Arzt kann dieser Arzt Allgemeinmediziner, aber auch Facharzt sein, insbesondere für Patienten mit Langzeiterkrankungen oder chronischen Erkrankungen. Die Bindung, die die beiden Menschen verbindet, ist jedoch umkehrbar. Ebenso wie der Arzt sich weigern kann, der behandelnde Arzt des Patienten zu sein, kann der Patient von „diesem Vertrag“ durch persönliche und schriftliche Mitteilung an seinen Arzt und seine Grundversicherung zurücktreten. Die Meldung eines behandelnden Arztes bei der Krankenkasse wird obligatorisch. Ohne das wird die ärztliche Akte nur bis zu 60 % statt 70 erstattet. Ausnahmen sind aber möglich für Studierende, die häufig die Stadt wechseln, oder für Personen, die in den Urlaub fahren oder für eine Notfallsprechstunde.

Hoffe auf bessere Betreuung

Der behandelnde Arzt wird zum Pivot-Arzt. Abhängig von den Bedürfnissen und der Vorgeschichte jedes Patienten kann er diesen an den Arzt überweisen, der sein Problem am besten behandeln kann. Es bleibt eine Frage: Warum eine solche Reform durchführen, wenn laut Umfragen* bereits 92 % der Franzosen angeben, dass sie vorrangig einen Hausarzt konsultieren, den sie konsultieren?

* TNS-Sofres-Umfrage für die Nationale Krankenkasse