Die National Academy of Medicine bekräftigte am 11. Januar 2011 ihre Ablehnung des Projekts zur Schaffung von Injektionsräumen für Drogenabhängige, das im vergangenen Sommer eine Debatte ausgelöst hatte.

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Ein von Inserm durchgeführtes gemeinsames Gutachten kam im vergangenen Juli zu dem Schluss, dass diese Räume für den kontrollierten Opioidkonsum oder Supervised Injection Centers (CIS) von Vorteil waren. In ihrem Bericht an die damalige Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot kommen die Experten zu dem Schluss, dass die GUS „die Injektionshygiene (Händewaschen, Desinfektion) fördern“. CIS haben sich auch bei der Verringerung der Morbidität und Mortalität im Zusammenhang mit Überdosierungen bewährt. Sie ermöglichen "eine Verringerung von Abszessen und anderen Krankheiten im Zusammenhang mit der Injektion, eine Verringerung des Verhaltens, bei dem das Risiko einer Übertragung von HIV / HCV besteht (Teilen von gebrauchten Geräten oder Geräten, die zur Vorbereitung der Injektion verwendet werden) unter den Benutzern, mit einem wahrscheinlich größeren Einfluss auf die die Nutzergemeinschaft".

Darüber hinaus betont Inserm, dass die Beschäftigten in der GUS neben der Grundversorgung vor Ort die Nutzer an andere Pflege- und Sozialhilfestrukturen weiterleiten. Es bestehe daher eine "Komplementarität zwischen CIS und Behandlung der Abhängigkeit".

Diese Expertise hatte Roselyne Bachelot dazu veranlasst, eine Empfehlung für die experimentelle Eröffnung solcher „beaufsichtigter Konsumzentren“ auszusprechen, mit dem Ziel, die mit dem Drogenkonsum verbundenen Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Für Ärzte unmöglich, "medizinisch unterstützte Vergiftungen" zu überwachen

Die Academy of Medicine hört das nicht so. In einer mit 61 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommenen Stellungnahme ist die Institution der Ansicht, dass die Schaffung dieser Art von Räumen das „abstoßende Image“ von Drogen in den Augen der Menschen in Frage stellen könnte, und insbesondere Junge Leute.

Auch die Akademie für Medizin stellt fest, "dass ein medizinischer Ansatz nicht darin bestehen kann, die Verabreichung des Medikaments zu begünstigen, das die Sucht verursacht hat".

Ihr zufolge sei es unmöglich, Angehörige der Gesundheitsberufe zur „Überwachung“ oder zur Durchführung einer „medizinisch unterstützten Vergiftung“ aufzufordern, da sogenannte „Straßendrogen“ manchmal durch „potenziell tödliche Giftmischungen“ gekennzeichnet seien. Zudem würden die Angehörigen der Gesundheitsberufe faktisch ihre Verantwortung übernehmen, warnt die Akademie.

„Die unweigerlich großen materiellen Ressourcen, die diese Initiative mobilisieren würde, würden viel besser verwendet, um Präventions- und Entzugshilfemaßnahmen zu stärken. Tatsächlich gibt es Substitutionsmittel und spezialisierte Zentren, deren Einsatz einem therapeutischen Schema der degressiven Verabreichung entsprechen muss, das auf eine bessere Verbesserung abzielt.“ soziale Anpassung und letztlich Abstinenz", schließt die Akademie.

Amélie Pelletier mit Relaxnews

Pressemitteilung der National Academy of Medicine, 11. Januar 2011.