Hunger ist ein äußerst komplexer Mechanismus, der für die Gewichtszunahme von zentraler Bedeutung ist. Warum fühlen wir uns beim Essen satt? Welche Signale sind beteiligt?

Um Fettleibigkeit zu erklären, müssen wir zunächst die Mechanismen des Hungers verstehen. Woher kommt dieses Gefühl und wie wird es reguliert?

Ich bin hungrig !

Les mécanismes de la faim

Unser Körper hat ständig Hunger! Selbst wenn wir einige Substanzen gefunden haben, die das Hungergefühl verstärken, hemmen die meisten Moleküle unseren Appetit, um uns davon abzuhalten, dem Drang zu essen nachzugeben! Wie also zeigt sich unser Hunger? Das klassische Schema beinhaltet Blutzucker. Bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel entsteht das Hungergefühl. Aber wir entdeckten 1999 ein Hormon, Ghrelin, das für das Verlangen nach Nahrung unerlässlich zu sein scheint. Seine Sekretion erhöht sich vor der Einnahme einer Mahlzeit und nimmt ab, sobald man zu essen beginnt.

Zufriedenheit und Sättigung

Beim Essen stellt sich nach und nach ein Sättigungsgefühl ein: „Ich habe genug gegessen“. Es folgt eine Phase der Sättigung, die erklärt, warum wir für ein paar Stunden keinen Hunger haben.

Ausgelöst werden diese Mechanismen durch viele Signale, insbesondere aus dem gesamten Verdauungssystem. Sobald wir anfangen zu beißen, werden Geschmack und Geruch von Speisen über Nervenimpulse auf unser Gehirn einwirken und ein Sättigungsgefühl aufbauen. Dann sendet der Magen auch chemische und nervöse Signale. So verursacht die Dehnung der Magenwände die Abgabe eines Signals an das Gehirn. Auch Leber und Bauchspeicheldrüse induzieren eine Sättigung. Auch im Darm lösen Nährstoffe und mechanische Einwirkungen Nervenimpulse aus.

Langzeitregulierung

Die Nahrungsaufnahme kann jedoch von Tag zu Tag stark variieren. Familienessen, Restaurants... sind einige der Exzesse, die wir tun können. Trotz starker Schwankungen in der Nahrungsaufnahme gelingt es uns jedoch, ein stabiles Gewicht zu halten. Dies liegt daran, dass es eine langfristige Regulierung gibt. Wir haben auch ein Hormon entdeckt, das an diesem Mechanismus beteiligt ist: Leptin. Dieses wird direkt von Fettzellen sezerniert und wirkt im Gehirn. Für Spezialisten ist es gewissermaßen ein „Zeugnis“ der Energiereserven des Körpers: Steigt der Energievorrat, senkt seine Ausschüttung das Hungergefühl und sinkt der Vorrat, wird weniger ausgeschüttet, was den Appetit öffnet.

Der Dirigent: das Gehirn

Der Teil des Körpers, der den Hunger kontrolliert, ist der Hypothalamus. Dies ist ein spezieller Bereich, der sich im Herzen des Gehirns befindet. Dieser aus mehreren Regionen bestehende „Computer“ empfängt alle Signale rund um das Verlangen nach Essen und Sättigung, um sie zu integrieren und über unseren Appetit zu entscheiden. Im Herzen des Hypothalamus sind mehrere Neurotransmitter beteiligt: ​​Serotonin, Neuropeptid Y, CRH, Galantin. Diese sind an der Nahrungsaufnahme, aber auch am Energieverbrauch beteiligt.

Andere Faktoren

Mehrere Faktoren wirken auf den Hypothalamus ein, um das Hungergefühl zu modulieren:

  • Die Verpackung : je nachdem ob uns das Essen gefällt oder nicht
  • Die psycho-emotionalen Faktoren (Stimmung...)
  • Die kognitiven Faktoren : ob Sie sich entscheiden zu essen oder nicht
  • Die sozialen und familiären Faktoren.

Medikamente für die Zukunft?

Sicherlich geben die vielen Moleküle, die in den Mechanismen des Hungers identifiziert wurden, Hoffnung auf Medikamente, die beispielsweise bei der Behandlung von Fettleibigkeit eingesetzt werden könnten. Dazu gehören Monoamine (Neurotransmitter, die im Hypothalamus wirken). Auch zur Bekämpfung von Fettleibigkeit gibt es bereits ein Medikament auf Basis eines Monoamins. Auch Melanocortine (Hormone, die unter der Wirkung von Leptin im Hypothalamus sezerniert werden) scheinen vielversprechend. Die Forschung bewegt sich auf Moleküle zu, die anorektische Substanzen nachahmen oder im Gegenteil auf Moleküle, die die Moleküle blockieren, die Hunger auslösen. Aber dieser Mechanismus ist sehr komplex, und die Forschung scheint nicht auf eine Wunderpille zuzusteuern: Wenn eine Behandlung für übermäßige Gewichtszunahme entwickelt wird, wird sie sicherlich eine Reihe von Molekülen durchlaufen...