In Frankreich arbeiten etwa 15.000 Menschen, doch ihr Beruf ist der breiten Öffentlichkeit relativ unbekannt. Welche Rolle spielt der Psychomotoriktherapeut? In welchen Fällen ist es zu konsultieren? Wie läuft eine Sitzung ab? Antworten von Aurélien D'Ignazio, Psychomotoriktherapeut in der Region Paris

Was ist die Aufgabe eines Psychomotoriktherapeuten?

Der Psychomotoriktherapeut ist Heilpraktiker, staatlich geprüfter Heilpraktiker, der auf ärztliche Verordnung konsultiert werden kann. „In absoluten Zahlen beugt, beurteilt und behandelt sie psychomotorische Störungen. Im Detail ist ihr Tätigkeitsfeld breit gefächert und adressiert unterschiedliche Schwierigkeiten und in jedem Lebensalter“, erklärt die Fachärztin.

Dieser Heilberufler hilft bei der Rehabilitation und psychosozialen Wiedereingliederung des Patienten, aber auch seiner Angehörigen durch therapeutische Nachbetreuung. Ziel ist es, dem Patienten durch an das Problem angepasste Behandlungen durch Entspannung, Körperausdruck, körperliche Aktivitäten, Workshops oder auch Spiele zu helfen, die Verbindung zwischen Körper und Geist wiederzuentdecken und besser zu kontrollieren.

In welchen Fällen greift sie ein?

Sie greift insbesondere ein bei:

- Verzögerung der motorischen Entwicklung und Verzögerung der Akquisitionen.

- Motorische und gestische Unbeholfenheit: „ insbesondere eine Störung der Koordinationsentwicklung, genannt Dyspraxie “, präzisiert der Psychomotoriktherapeut.

- Lateralitätsstörungen: "er hinzu.

- Organisationsstörungen in Raum und / oder Zeit: mit beispielsweise einer Schwierigkeit der räumlich-zeitlichen Orientierung oder Organisation im grafischen Raum...

- Körperdiagramm- und Körperbildstörungen: "verbunden mit einem Mangel an Körperbewusstsein und / oder Selbstwertgefühl", Details Aurélien D'Ignazio

- Tonika ( Tics , Stottern, Muskelverspannungen...) und emotionale Störungen.

- Verschiedene Verhaltensstörungen oder psychiatrische Pathologien

- Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer

- Autismus

- Anorexie

Es ist auch zunehmend in Kindergärten und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen präsent, um präventive und psychomotorische Bildungsaufträge zu erfüllen.

Warum einen Psychomotoriktherapeuten aufsuchen?

Der Psychomotoriktherapeut interveniert auf ärztliche Verordnung, bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen. Seine Rolle und seine Handlungen sind je nach Alter des Patienten und den daraus resultierenden Problemen nicht gleich.

In Kindern

Dabei sind unterschiedliche Kontexte möglich: „Bei Kindern finden sich psychomotorische Störungen häufig in Verbindung mit Lernschwierigkeiten bei Kindern – wir sprechen auch von „neurologischen Entwicklungsstörungen“ – die frühzeitig von der Familie, dem Lehrer oder vom Arzt erkannt werden können“, erklärt die Psychomotorik Therapeut.

Diese Störungen weisen Besonderheiten in Bezug auf Ausdruck und Gebrauch des Körpers auf, die eine psychomotorische Untersuchung rechtfertigen können, um mehr über die Funktionsfähigkeit des Kindes zu erfahren.

anführen „Dys“...“, schildert der Spezialist.

Bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen greift der Psychomotoriktherapeut oft nach einem Ereignis oder Unfall ein, der das Gleichgewicht des Körpers verändert: Gefäßunfall, starke Gewichtszunahme oder Depression .

"Schließlich sind auch bestimmte genetische Syndrome, bestimmte psychische Erkrankungen und die Symptome des Alterns von der Notwendigkeit eines psychokorporalen Ansatzes betroffen", fügt Aurélien D'Ignazio hinzu.

Was passiert während einer Sitzung?

Psychomotorische Therapeuten können in Beratungszentren, Krankenhäusern, Altenheimen, Kindergärten oder freiberuflich tätig sein. Der Ablauf einer Sitzung wird natürlich je nach Ort und Bevölkerungstyp unterschiedlich sein.

  Wenn wir unsere Sitzungen auf den jeweiligen Fall abstimmen, ist der Inhalt grundsätzlich spaßig und auf körperliche Aktivität ausgerichtet, da das Spiel wohl der beste Lernmotor und der Körper der wichtigste Ausdrucks- und Kommunikationsträger ist“, betont die Psychomotoriktherapeutin.

Kann dann häufig abwechseln:

  • Dynamische Situationen: Stehen, die Grobmotorik, Rhythmus, Ansprache, Ausdrucksfähigkeit des Individuums fordern
  • Mehr statische Situationen im Büro: die kognitive Funktionen, Feinmotorik und Grafik erfordern
  • Und schließlich die Positionen auf dem Boden und/oder im Liegen zur Entspannung, Entspannung und Sinnesstimulation.

Wie finde ich einen Psychomotoriktherapeuten?

"Psychomotorische Therapeuten arbeiten in vielen spezialisierten Einrichtungen für Kleinkinder (Krippe, CAMPS, SESSAD...), Kinder und Jugendliche (CMP, CMPP, IME, Tagesklinik...) Erwachsene und ältere Menschen (EHPAD..).) ", zeigt den Spezialisten an.

Dann können liberale Psychomotoriktherapeuten Menschen mit ärztlicher Verordnung in ihrer Praxis unterbringen. Im Allgemeinen weist der Arzt, der Psychomotoriksitzungen verschreibt, seinen Patienten an einige Ärzte weiter, mit denen er es gewohnt ist, zu arbeiten.

Es gibt mehrere Verzeichnisse, die liberale Psychomotoriktherapeuten in Frankreich auflisten, das wichtigste und aktuellste ist das des französischen Verbandes der Liberalen Psychomotoriktherapeuten.

Tarif und Erstattung

"Psychomotorische Betreuung ist bei spezialisierten Einrichtungen oft im Tagespreis und im Betreuungsplan enthalten", erklärt Aurélien D'Ignazio.

variieren 30 und 60 Euro mit einem Durchschnitt von 45 Euro pro Sitzung.

"Bei Kindern mit Behinderungen zugeteilte Beihilfe abgedeckt werden", präzisiert der Psychomotoriktherapeut.

Einige Gegenseitigkeitsgesellschaften übernehmen einen Teil der psychomotorischen Therapiesitzungen.

„Unter bestimmten Voraussetzungen können Leistungen der Krankenkasse angeboten werden und einige neuere Geräte (PCOs) ermöglichen eine finanzielle Absicherung, um in Erwartung einer Diagnose mit der Überwachung beginnen zu können“, ergänzt der Spezialist.