Zwischen 2012 und 2016 verdreifacht, siedeln sich einige sexuell übertragbare Infektionen dauerhaft unter jungen Franzosen an. Dieser Trend beunruhigt die Gesundheitsbehörden, die eine Kampagne zur Verwendung von Kondomen neu starten.

In nur 4 Jahren hat sich die Zahl der STIs verdreifacht!

Gesundheitsprobleme, Chlamydien und Gonokokken, zwei sexuell übertragbare Infektionen (STIs), versetzen die Ärzte seit mehreren Jahren in Panik. Laut einer von durchgeführten Umfrage Public Health France im Jahr 2016 diagnostizierten medizinische Biologielabore fast 268.000 Fälle von Chlamydien-Infektionen und fast 50.000 Gonokokken-Infektionen. In nur 4 Jahren hat sich die Zahl der STIs verdreifacht!

  • Chlamydien (bakterielle Infektion) betrifft hauptsächlich Frauen zwischen 15 und 14 Jahren und insbesondere Einwohner der Ile-de-France. Chlamydien bleiben meist asymptomatisch und bleiben oft unbemerkt. Undiagnostiziert und unbehandelt können die Folgen jedoch sehr schwerwiegend sein. Durch die Ausbreitung auf die Gebärmutter und den Genitaltrakt sind STIs für ein Drittel der Eileiterschwangerschaften verantwortlich und erhöhen das Risiko von: chronischen Unterleibsschmerzen, Infektionen der oberen Genitalien und dauerhafter Unfruchtbarkeit.
  • Gonokokken-Gonorrhoe, ihrerseits, ist bei Männern doppelt so häufig wie bei Frauen auf nationaler Ebene, aber immer noch in einer Bevölkerung zwischen 15 und 24 Jahren. Es manifestiert sich in der Woche der Kontamination. Die Symptome (bei dem Spitznamen „heiße Pisse“ verständlich genug) sind: Verbrennungen, gelber Ausfluss aus Penis, Vagina oder Anus und Schmerzen im Unterbauch.

Der Anstieg der Infektionen wird durch die Vermehrung der Sexualpartner in der Generation Z und den Verzicht auf Kondome erklärt. Ein Trend, der den Boden für noch ernstere Infektionen wie Syphilis und HIV frei macht.

"Der im Jahr 2016 beobachtete starke Anstieg der Diagnosen dieser Infektionen kann auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein. Er lässt sich vor allem durch eine Unterschätzung der im Jahr 2012 diagnostizierten Fälle, aber auch durch eine Intensivierung des Screenings und eine Verbesserung der Sensitivität der eingesetzten Tests erklären und schließlich durch die Zunahme der Inzidenz dieser STIs selbst ", spezifiziert Florence Lot, Leiterin der HIV / AIDS, Hepatitis B und C, STI-Einheit bei Public Health France.

Prävention als Lösung

Um diesen Bakterienaufschwung zu stoppen, stellten die Autoren der Umfrage das systematische und kostenlose Screening durch Vaginalabstrich bei Frauen und Urinanalysen bei Männern in Familienplanungszentren oder kostenlosen Informationszentren in den Vordergrund. Ein Screening-Programm zur Selbstabtastung für junge Menschen unter 25, genannt i-Predict, wird ebenfalls untersucht. Nur mit diesen Methoden kann eine Diagnose gestellt werden.

Die Verwendung von Kondomen bleibt die einzige wirkliche Lösung, um diesen Krankheiten zu begegnen. Doch Umfragen und Umfragen zu diesem Thema zeigen, dass Jugendliche im Laufe des Sexualverkehrs mit ihren verschiedenen Partnern auf das Kondom verzichten, ohne sich überhaupt an Testzentren zu wenden. Santé Publique France startete daher am 18. Juli seine neue digitale Kampagne mit dem Slogan: „ Ein Kondom kann Ihr Leben retten. Immer etwas dabei haben “.

Das Kondom ist der beste Schutz vor STI. Aber es wird nicht immer systematisch eingesetzt. Die Herausforderung unserer Kampagne besteht darin, junge Menschen zu ermutigen, immer ein Kondom bei sich zu tragen. Es sollte als alltäglicher Schutzgegenstand gesehen werden “, so Lucile Bluzat, Social Marketing Manager für sexuelle Gesundheit bei Public Health France.