Fortschritte in der medizinischen Bildgebung bieten neue Hoffnung für die Behandlung von Tausenden von Epileptikern. Die genaue Identifizierung der Hirnläsion erleichtert den Einsatz einer Operation, der einzigen therapeutischen Lösung bei bestimmten Patienten mit arzneimittelresistenter Epilepsie.

Die intermittierende Krankheit erschwert die Behandlung. Es wurden jedoch etwa zwanzig aktive Moleküle entwickelt und ermöglichen es heute, die am besten geeignete Behandlung zu definieren. 70 % der Patienten können erfolgreich (vollständige Kontrolle der Anfälle über mehrere Jahre) mit Antiepileptika behandelt werden. Nach 2 bis 5 Jahren können fast 70 % der Kinder und 60 % der Erwachsenen die Behandlung sogar ohne Rückfallrisiko abbrechen.

Trotz dieses therapeutischen Arsenals haben einige Patienten eine arzneimittelresistente partielle Epilepsie. Wenn der epileptogene Fokus gut im Gehirn lokalisiert ist, ist eine Operation eine Lösung. „Mit medizinischen bildgebenden Verfahren lässt sich heute in den meisten Fällen die Krankheitsursache nachweisen. Diese Information ist eine wesentliche Voraussetzung für die Operation bei unkontrollierten partiellen Epilepsien.“ erklärt Professor Ryvlin von der Abteilung für Funktionelle Neurologie und Epileptologie in Lyon.

Je genauer die Lokalisation, desto geringer das Risiko der Operation von neurologischen Folgeerkrankungen.

MRT: ein entscheidender Schritt

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Die Chirurgie betrifft insbesondere sogenannte Temporallappenepilepsien im Zusammenhang mit einer MRT-Anomalie, bei denen in 80 bis 90 % der Fälle ein hervorragendes Ergebnis zu erwarten ist. „Mit dem Scanner, den und dem Elektroenzephalogramm (EEG) konnten Läsionen unbemerkt bleiben. Dank der Magnetresonanztomographie (Röntgenbildern MRT) ist die Erkennung solcher Auffälligkeiten einfacher geworden. Bei der MRT wurden die Läsionen in 20 % der Fälle lokalisiert Fälle; mit MRT stieg diese Zahl auf 80 %", sagt Professor Ryvlin. Die Transkription der durch MRT gewonnenen Informationen ermöglicht eine dreidimensionale Visualisierung des Operationsgebietes.

Einzelphotonen-Emissionstomographie: der neueste Fortschritt

Die Single-Photon-Emissions-Tomographie ermöglicht nun eine noch genauere Lokalisierung des Ursprungs epileptischer Anfälle im Gehirn. Es basiert auf der Injektion eines Tracers zu Beginn des Anfalls und der Überwachung der Konzentrationsentwicklung im Gehirn mit einer Gammakamera.

Diese radioaktiven Marker werden im Gehirn entsprechend seinem Funktionszustand zum Zeitpunkt der Injektion fixiert, und das erhaltene Bild ist daher ein "Foto" der Gehirnfunktion zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieser Gehirnscan ist besser bekannt als Single-Photon-Emissions-Tomographie (SLT). Diese Technik erfordert eine permanente medizinische Überwachung des Patienten mit einem Elektroenzephalogramm (EEG), da der Beginn des Anfalls genau bestimmt werden muss, um sofort mit der Injektion des radioaktiven Produkts fortzufahren. „Diese Spezifität der Untersuchung ist auch ein Handicap“, so Prof. Ryvlin. Der Patient muss ins Krankenhaus eingeliefert werden und während seines Krankenhausaufenthalts eine Krise durchmachen, damit das Pflegeteam ihm das Tracer-Produkt injizieren kann in der Regel nur in einem von drei Fällen erfüllt“.

Die klinische Diagnose, das Elektroenzephalogramm und das MRT und nun auch die TEPS-Untersuchung erlauben in den meisten Fällen die Lokalisierung der epileptogenen Herde. In Frankreich werden jährlich 200 bis 300 Operationen durchgeführt und die Wartelisten sind lang. „Zwischen 10.000 und 20.000 Patienten mit pharmakoresistenter partieller Epilepsie würden wahrscheinlich von einer Operation profitieren. Wir sehen, dass das Versorgungsangebot verhältnismäßig begrenzt bleibt. Außerdem zeigen sich trotz der erstaunlichen Ergebnisse dieser Praxis einige Ärzte immer noch merkwürdig zurückhaltend.“ ihre Patienten auf diese Lösung zu verweisen, die es dennoch ermöglicht, 80 % der operierten Patienten zu behandeln." schließt Prof. Ryvlin.

Andere bildgebende Verfahren existieren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Diese beiden Prüfungen sind jedoch noch nicht weit verbreitet und hauptsächlich der Forschung vorbehalten. In Frankreich gibt es nur vier Standorte, die den Einsatz von PET erlauben.

* MRT: Die Untersuchungsdauer beträgt etwa zwanzig Minuten, während der diese Detektoren eine 360°-Drehung um den Kopf durchführen.