Die Regierung hat am Donnerstag, den 9. Juli, ihren nationalen Plan zur Bekämpfung von sexistischer Belästigung und sexueller Gewalt im Verkehr vorgestellt. Dieser nationale Plan ist das Ergebnis einer breiten Mobilisierung zwischen Ministerien und mehreren Partnern, die Ende 2014 von Pascale Boistard, Staatssekretärin für die Rechte der Frau, vorangetrieben wurde.

Belästigung im Verkehr: 100 % der weiblichen Opfer mindestens einmal

Laut der Studie des Hohen Rates für die Gleichstellung von Frauen und Männern (HCEFh) sind 100 % der Frauen bereits mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von sexistischen Äußerungen, Belästigungen oder sexuellen Übergriffen im gemeinsamen Verkehr.

chiffres harcelement

Angesichts dieser Zahlen und der Stellungnahme des HCEfh vom April 2015 hat die Regierung beschlossen, heute Morgen einen nationalen Aktionsplan vorzulegen.

Einzelheiten zu den 12 Maßnahmen des Nationalen Plans gegen geschlechtsspezifische Belästigung und sexuelle Gewalt

Zeit gegen geschlechtsspezifische Belästigung und sexuelle Gewalt im Verkehr.

mesures anti harcelement

Der nationale Plan sieht daher 12 Maßnahmen vor:

  • Nutzer "Partizipationsmärsche" werden die Sicherheit von Frauen im Verkehr verbessern. Gruppen von Verkehrsnutzern führen mit den Verkehrsunternehmen, den betroffenen Amtsträgern Feldbesuche in Bahnhöfen, Bahnhöfen, Zügen, U-Bahnen... Ruder in einem Stück...).
  • Eine Sensibilisierungskampagne im Herbst 2015 (Internet, Plakate, Aufklärungsmaterial) wird im Herbst 2015 in öffentlichen Verkehrsmitteln gestartet, um an die Strafbarkeit von Belästigung und geschlechtsspezifischer Gewalt zu erinnern, potenzielle Täter abzuschrecken und Zeugen zu ermutigen in diesen Situationen solidarisch zu sein.
  • Lang anhaltende Botschaften Die Fluggesellschaften werden das Thema geschlechtsspezifische Belästigung und sexuelle Gewalt in Dauerausstellungen und Kommunikationsmittel zu den für Reisende geltenden Regeln integrieren.
  • experimentiert mit On-Demand-Bushaltestellen in der Nacht, um zu verhindern, dass die Benutzer zu lange zu Fuß in unsicheren Räumen zurücklegen müssen, und experimentiert mit dem Anhalten von On-Demand-Bussen auf bestimmten Linien am Abend.
  • Die Mobilisierung staatlicher Dienste im gesamten Hoheitsgebiet auf lokaler, Abteilungs- und nationaler Ebene. Zur Umsetzung dieser Strategie wird der Interministerielle Ausschuss für Kriminalprävention in Kürze eine interministerielle Tagung organisieren.
  • Ein wirksamer telefonischer Warndienst wird eingerichtet. Die Notrufnummer 3117 der SNCF kümmert sich um Fälle von sexueller Gewalt und geschlechtsspezifischer Belästigung. Die 3246 RATP wird diese Situationen ebenfalls melden. Eine Reflexion über die nationale Harmonisierung von Telefonnummern wird durchgeführt.
  • Die Einrichtung des Alarms per SMS wird es Zeugen, die um ihre persönliche Sicherheit fürchten könnten, in bestimmten Aggressionskontexten ermöglichen, den Sachverhalt telefonisch zu melden. Es wird von der SNCF für 3117 vor Ende 2015 eingeführt.
  • Die Entwicklung der neuen digitalen Warn- und Meldetools RATP und SNCF wird die Überwachung von Meldungen in sozialen Netzwerken verstärken. Auf RATP.fr wird auch ein Formular für A-posteriori-Berichte integriert. Ein "Hackathon" soll Digitalspezialisten und IT-Entwickler von RATP, SNCF, Strafverfolgungsbehörden und Start-ups zusammenbringen, um sich technologische Anwendungen oder Tools vorzustellen, die für die Sicherheit von Frauen nützlich sind, beispielsweise durch Geolokalisierung, um begangene Gewalt besser zu melden.
  • Die kontinuierliche Beobachtung des Phänomens durch verschiedene Umfragen wird es ermöglichen, den Sachverhalt und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen besser zu beurteilen.
  • Die Schulung und Sensibilisierung des Personals von Verkehrsunternehmen und der Polizei zum Thema geschlechtsspezifische Belästigung und sexuelle Gewalt werden verstärkt.
  • Besonderes Augenmerk wird auf Gender Diversity in Transportunternehmen gelegt
  • Der Kampf gegen die Verbreitung sexistischer Botschaften wird verstärkt, insbesondere im Hinblick auf Werbung im öffentlichen Verkehr. Die Validierungsverfahren für Werbekampagnen müssen diese Dimension berücksichtigen, damit die verbreiteten Anzeigen keinen sexistischen Charakter haben.
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Der Hohe Rat für Gleichstellung freut sich, dass er ziemlich viel gehört hat. 12 der 15 in seiner Stellungnahme abgegebenen Empfehlungen wurden ganz oder teilweise angenommen. Dennoch erklärt er, dass er der Umsetzung dieses Plans, seiner Finanzierung und seiner Bewertung große Aufmerksamkeit widmen wird. Denn wenn wir wissen, dass mehrere Ministerien beteiligt sind (Innenministerium, Justiz, Staatssekretärin für Frauenrechte, Staatssekretärin für Verkehr...), wissen wir heute auch nicht, wer diesen Plan koordinieren wird wie hoch sein Budget ist, noch wann es bewertet wird.